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Abfindungsrechner 2017

Prüfe jetzt, ob und wie viel Abfindung Dir nach der Kündigung zusteht!

WANN STEHT MIR EINE ABFINDUNG ZU?

Bevor Du unseren kostenlosen Abfindungsrechner nutzt, solltest Du zunächst wissen, wann Abfindungen gezahlt werden. Bei einer rechtmäßigen Kündigung hast Du grundsätzlich keinen Anspruch auf eine Abfindung. Es gibt jedoch Ausnahmen. Zum Beispiel, wenn Deine Kündigung in Zusammenhang mit einem Sozialplan steht, der normalerweise bei Betriebsänderungen mit Massenentlassungen aufgesetzt wird. Dann hast Du gute Chancen auf eine Abfindung. Darüber hinaus wird bei sozial ungerechtfertigten Kündigungen häufig eine Abfindung ausgehandelt, wenn Kündigungsschutzklage erhoben wird. 

Wie stehen meine Chancen auf Abfindung bei betriebsbedingter Kündigung?

Bei einer betriebsbedingten Kündigung - also bspw. bei schlechter Auftragslage oder betriebsinternen Umstrukturierungen - werden meist dann Abfindungen gezahlt, wenn das Unternehmen dem Kündigungsschutzgesetz (KschG) unterliegt. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn Dein Arbeitsvertrag länger als sechs Monate besteht und im Betrieb mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigt sind. Dabei ist folgende Zählweise zu beachten: Ab 30 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit wird ein Mitarbeiter als Vollzeitmitarbeiter betrachtet und als ein Mitarbeiter gezählt. Aber auch Teilzeitmitarbeiter werden anteilig angerechnet: Mitarbeiter unter 20 Stunden wöchentlich zählen als halber Mitarbeiter; Mitarbeiter von 20 bis unter 30 Stunden wöchentlich zählen als drei viertel Mitarbeiter. 

In § 1a des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) ist sogar die Abfindungshöhe bei einer betriebsbedingten Kündigung geregelt. Sie beträgt ein halbes Brutto-Monatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit. Diese Regelung greift aber nur unter folgenden Voraussetzungen:

  • Dir wird wegen „dringender betrieblicher Erfordernisse” gekündigt.
  • Dein Arbeitgeber weist Dich auf die Möglichkeit einer Abfindung nach Ablauf der Klagefrist in der Kündigung hin.
  • Du erhebst keine Klage.

Für die Berechnung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist nicht das volle Kalenderjahr entscheidend. Es wird einfach vom Beginn bis zum vermeintlichen Ende des Arbeitsverhältnisses gerechnet. Das Gesetz ist hierbei sehr arbeitnehmerfreundlich - ein Zeitraum, der kein ganzes Jahr ergibt, aber über sechs Monaten liegt, wird als ganzes Jahr gewertet.

Beispiel: Das Arbeitsverhältnis hat am 1. Juli 2006 begonnen und soll zum 1. Februar 2017 wegen “dringender betrieblicher Erfordernisse” gekündigt werden. Du wärst dann neun Jahre und sieben Monate betriebszugehörig (1. Juli 2007 bis 31. Juni 2016 = 9 Jahre + 1. Juli 2016 bis 1. April = 7 Monate). Für die Berechnung der Abfindung werden die sieben Monate zu einem vollen Jahr aufgerundet. Bei einem monatlichen Bruttobetrag von 2.500 Euro würde sich eine Abfindung von 12.500 Euro ergeben.

Prüfe jetzt online mit unserem Abfindungsrechner Deinen Anspruch!

WAS IST EINE FREIWILLIGE ABFINDUNG?

Auch wenn kein gesetzlicher Rechtsanspruch besteht, ist es möglich, dass Du eine Abfindung erhältst. Dein Arbeitgeber kann diese nämlich auch freiwillig zahlen. Dadurch möchte der Arbeitgeber Dein Einverständnis zur Kündigung erkaufen und so eine Kündigungsschutzklage verhindern. Hättest Du mit einer solchen Klage Erfolg, müsste Dein Arbeitgeber Dich nämlich wieder einstellen und Dir zudem noch den Lohn seit Deiner Entlassung nachzahlen. Ob Du die freiwillige Abfindung annehmen solltest, entscheidet sich also auch nach den Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage, insbesondere nach der Höhe der Abfindung, die Du voraussichtlich beim ersten Gütetermin erzielen könntest.

FragRobin bietet Dir nicht lediglich einen kostenlosen Abfindungsrechner, sondern ebenso eine juristische Erstberatung durch einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Deiner Nähe. Die Partner-Anwälte von FragRobin wissen genau, ob sich eine Klage in Deinem Fall lohnt!

WIE HOCH WIRD MEINE ABFINDUNG?

Um die Höhe der Abfindung zu berechnen, gibt es verschiedene Formeln. Am geläufigsten ist die Formel, nach der die Abfindung ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr beträgt. Je nach Voraussetzungen kann Deine Abfindung jedoch auch höher oder niedriger ausfallen. Hier ist in erster Linie ein gutes Verhandlungsgeschick wichtig. Ein Anwalt aus dem FragRobin-Netzwerk unterstützt Dich gerne!

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MUSS ICH MEINE ABFINDUNG VERSTEUERN?

Du solltest außerdem beachten, dass eine Abfindung als Einkommen gilt und Du deshalb auch Steuern auf die Abfindung zahlen musst. Wenn Dir Dein Arbeitgeber also eine Abfindung zahlt, musst Du diese in der Regel voll versteuern. Da Dein zu versteuerndes Einkommen nun größer wird, steigt Dein Steuersatz entsprechend an.

Jetzt kann jedoch die sogenannte Fünftelregelung zum Einsatz kommen. Durch diese Regelung musst Du die Abfindung nur so versteuern, als hättest Du sie über fünf Jahre verteilt erhalten. Du rutscht also nicht durch einen einmaligen Großbetrag in eine höhere Steuerklasse und sparst somit Steuern.

Versteuerung der Abfindung: Wann kommt die Fünftelregelung zum Einsatz?

Damit die Fünftelregelung angewendet werden kann, gibt es zwei Voraussetzungen:

  • Die Abfindung muss Dir innerhalb eines Kalenderjahres gezahlt werden. Du solltest also unbedingt darauf achten, dass Du die gesamte Abfindung innerhalb dieses Zeitraums erhältst. Die Auszahlung kann entweder in Form einer Einmalzahlung oder in Form mehrerer Teilzahlungen erfolgen.

Beispiel: Endet das Arbeitsverhältnis zum 1. August 2017 muss die Abfindung bis zum 31. Dezember 2017 gezahlt worden sein - sie zählt noch als Einnahme für 2017. Eine Teilzahlung ab dem 1. Januar 2018 würde als Einnahme für 2018 gelten. Die Abfindung würde sich dann auf die Steuerjahre 2017 und 2018 aufteilen. Die für Dich günstige Fünftelregelung wäre dann zwar noch anwendbar, aber nicht mehr so gut, wie sie sein könnte.

  • Außerdem muss durch die Zahlung der Abfindung der Betrag von Jahreseinnahmen überschritten werden, den Du ohne den Jobverlust bekommen hättest.

Beispiel: Wärst Du nicht gekündigt worden, hättest Du Jahreseinnahmen von 30.000 Euro gehabt. Dein Arbeitsverhältnis endet zum 1. November. Du bekommst daher 25.000 Euro aus dem Arbeitsverhältnis. Durch die Kündigung oder Auflösung hast Du eine Abfindung von 10.000 Euro bekommen. Deine Jahreseinnahmen betragen daher insgesamt 35.000 Euro und übersteigen Deine normalen Einnahmen für dieses Jahr - die Fünftelregelung findet Anwendung.

Wenn also Deine Abfindung und Deine tatsächlichen Jahreseinnahmen zusammen niedriger sind als Deine Jahreseinnahmen, die Du durch den Job voraussichtlich bis zum Ende des Kalenderjahres erzielt hättest, ist die Fünftelregelung nicht anwendbar. Deine Abfindung wird in diesem Fall also regelbesteuert.

Jetzt mit dem FragRobin Online-Rechner die Höhe Deiner Abfindung berechnen!

BEKOMME ICH TROTZ ABFINDUNG ARBEITSLOSENGELD?

Ob Dein Arbeitslosengeld gekürzt wird, hängt grundsätzlich von den Umständen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ab. Die Bundesagentur für Arbeit kann grundsätzlich eine Sperrfrist verhängen und/oder die Abfindung auf das Arbeitslosengeld anrechnen. Mit Sperrfrist ist gemeint, dass für eine gewisse Zeit kein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht. Die Anrechnung der Abfindung kann unabhängig davon angeordnet werden. Das ist jedoch an unterschiedliche Voraussetzungen geknüpft.

Wurde das Arbeitsverhältnis wegen “dringender betrieblicher Erfordernisse” gekündigt, droht Dir in der Regel weder eine Sperrfrist noch eine Anrechnung der Abfindung.

Wurde das Arbeitsverhältnis aufgrund eines sogenannten Aufhebungsvertrages oder auch Auflösungsvertrages beendet, gilt dies als freiwillige Beendigung. Es droht eine Sperrfrist. Ein Aufhebungs- oder Auflösungsvertrag wird im Gegensatz zu einem Abwicklungsvertrag  ohne vorangehende Kündigung geschlossen. Der Arbeitnehmer wurde demnach nicht gezwungen, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Nach der gesetzlichen Vorschrift des § 159 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) “ruht” der Anspruch, wenn der Arbeitnehmer und nicht der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis gelöst hat. Der Arbeitnehmer wird also so behandelt, als hätte er das Arbeitsverhältnis beendet. Von einer Sperrfrist kann abgesehen werden, wenn

  • ei­ne Kündi­gung durch den Ar­beit­ge­ber ernsthaft in Aus­sicht gestellt wurde,
  • der Aufhebungsvertrag das Arbeistverhältnis frühestens zu dem Zeitpunkt beendet wie die ordnungsgemäße Kündigung,
  • die Abfindung ein Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr nicht übersteigt,
  • die Kündigung unter allen Gesichtspunkten insbesondere sozial gerechtfertigt wäre.

Mit anderen Worten: Die Bundesagentur für Arbeit sieht in der Regel dann von einer Sperrfrist ab, wenn der Arbeitgeber stattdessen eine Kündigung ausgesprochen haben könnte - und es nur aus Kulanz zu einer vertraglichen Beendigung gekommen ist.

Die Anrechnung der Abfindung nach § 158 SGB 3 droht nur, wenn das Arbeitsverhältnis durch Vertrag vorzeitig beendet wurde. Vorzeitig meint, dass die vereinbarte Beendigung vor der gesetzlich oder vertraglich zulässigen Kündigungsfrist liegt.

Bei Aufhebungs- bzw. Auflösungsverträgen musst Du daher vorsichtig sein. Eine anwaltliche Beratung ist dann fast schon ein Muss.

Droht auch bei einem Abwicklungsvertrag eine Sperrfrist vom Arbeitslosengeld?

Wurde das Arbeitsverhältnis aufgrund eines sogenannten Abwicklungsvertrages beendet, droht grundsätzlich auch eine Sperrfrist. Im Gegensatz zum Aufhebung- bzw. Auflösungsvertrag hat der Arbeitgeber vor Vertragsschluss bereits eine Kündigung ausgesprochen - Du hast also bereits eine Kündigung erhalten. Bei einem Abwicklungsvertrag sind sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber bloß einig, dass die Kündigung rechtlich wirksam ist. Für diese Einigkeit verspricht der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Abfindung - häufig wird auch eine Vereinbarung über den In­halt und die Note von Arbeitszeugnissen und Restzahlungen (Urlaubsabgeltung usw.) getroffen.

Wie sollte ich reagieren, wenn ich eine Kündigung erhalte?

Für Arbeitnehmer, die eine Kündigung erhalten, ist dies nicht nur eine finanzielle Einschränkung, sondern auch eine emotionale Belastung. Oftmals wird der Verlust des Arbeitsplatzes von den Betroffenen als ein “Schlag ins Gesicht” empfunden. Es folgen häufig Kränkung, Enttäuschung, Wut und Existenzängste. Diese Gefühle sind oftmals unbegründet, da es etliche Möglichkeiten gibt, sich gegen die Kündigung zu wehren. Fast immer lohnt sich also die Kontaktaufnahme zu einem auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt.

Wer sich wehrt, beweist Stärke und zeigt, dass er sich nicht alles bieten lässt - besonders, wenn die Entlassung rechtlich nicht abgesichert ist und der Arbeitnehmer unfair behandelt wurde. Dann besteht die Möglichkeit, dass die Kündigung zurückgezogen oder eine Abfindung gezahlt werden muss.

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WARUM BENÖTIGE ICH JURISTISCHE UNTERSTÜTZUNG?

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Wenn Du eine angemessene Abfindung erhalten möchtest, solltest Du nicht auf professionelle juristische Unterstützung verzichten. Ein erfahrener Rechtsanwalt für Arbeitsrecht kann nicht nur Deinen Anspruch prüfen, er kann Dir ebenso dabei helfen, eine angemessene Abfindungshöhe auszuhandeln! Für eine erste Einschätzung Deiner Abfindungshöhe, empfehlen wir Dir unseren kostenlosen Abfindungsrechner.

FragRobin ermöglicht Dir eine kostenlose Erstberatung bei einem Top-Anwalt! Er kann Dir sagen, ob sich eine Klage in Deinem Fall lohnt und anschließend mit Dir gemeinsam die optimale Strategie zur Durchsetzung Deiner Interessen entwickeln. Ganz wichtig ist die Einhaltung der 3-Wochen-Notfrist. Du kannst Dich nur innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung gegen diese wehren.

Ruf uns an und vereinbare einen kostenlosen und unverbindlichen Erstberatungs-Termin bei einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht in Deiner Nähe:

Kostenlose Service-Hotline: 0800 800 30 08

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