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Aufenthalt und Einbürgerung

Welche Möglichkeiten bestehen für einen legalen Aufenthalt in Deutschland?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich legal in Deutschland aufzuhalten: Die deutsche Staatsangehörigkeit, ein vorübergehendes Aufenthaltsrecht, eine Niederlassungserlaubnis, eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt EU oder eine Blaue Karte EU. Die Voraussetzungen für diese Aufenthaltstitel unterscheiden sich und kommen daher nicht für jeden in Betracht.

Nach wie vielen Jahren ist eine Einbürgerung möglich?

Mit der Einbürgerung wird der Ausländer ein deutscher Staatsbürger. Er hat damit das Recht, sich wie jeder andere Deutsche in Deutschland und der Europäischen Union aufzuhalten. Für die Einbürgerung kommt es auf die Umstände an, welche die Gründe für die Einbürgerung sein sollen. Es macht einen Unterschied, ob Du dauerhaft in Deutschland bleiben willst, lieber in ein paar Jahren weiterziehst oder vielleicht auch nur nach Deutschland zurückkehrst. Dazu musst Du dich entscheiden, ob Du die Einbürgerung überhaupt willst oder ander Deine Staatsbürgerschaft behalten möchtest. Denn egal, aus welchem Land und mit welcher Motivation jemand die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben möchte: Du musst Deine alte Staatsbürgerschaft aufgeben, um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen. Bist Du als Einwanderer dazu bereit, kannst Du nach acht Jahren legalem Aufenthalt in Deutschland – unter Umständen auch früher – die Einbürgerung beantragen. Dazu musst Du

  • ausreichend Deutsch sprechen,
  • einen Test zur Rechts- und Gesellschaftsordnung sowie zu den Lebensverhältnissen in Deutschland bestehen,
  • Dich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland bekennen,
  • das Aufenthaltsrecht in Form einer Niederlassungserlaubnis, einer Blauen Karte EU oder einer Aufenthaltserlaubnis der EU besitzen,
  • straffrei sein
  • und den eigenen Lebensunterhalt ohne Sozialleistungen bestreiten können.

Sind all diese Voraussetzungen erfüllt, haben Einwanderer einen Anspruch auf Einbürgerung. Die deutsche Staatsbürgerschaft allein mit der Geburt in Deutschland zu erhalten – wie es in manch anderem Land üblich ist –, ist in Deutschland nicht ohne Weiteres möglich. Kinder erwerben die deutsche Staatsangehörigkeit nur, wenn ein Elternteil selbst deutscher Staatsbürger ist. Im Regelfall ist das Kind dann ein deutscher Staatsbürger, ohne noch etwas erklären zu müssen. Sind die minderjährigen Kinder nicht in Deutschland geboren und sind die Eltern auch keine Deutschen, können sie nach den Voraussetzungen für die Eltern eingebürgert werden, auch wenn sie sich selbst noch nicht seit acht Jahren rechtmäßig im Inland aufgehalten haben.

Wie komme ich zu einem unbefristeten Aufenthaltsrecht?

Um eingebürgert zu werden, muss Deine Aufenthaltserlaubnis unbefristet sein. Das bedeutet, sie darf nicht an einem bestimmten Datum ablaufen. Bis dahin benötigt jeder, der kein Angehöriger der Europäischen Union (EU) oder eines der Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ist, ein Aufenthaltsrecht. Dabei wird nur die Aufenthaltserlaubnis befristet erteilt. Die Aufenthaltsrechte werden im Anschluss an das Visum für die Einreise und den ersten kurzfristigen Aufenthalt erteilt als :

  • Aufenthaltserlaubnis,
  • Niederlassungserlaubnis,
  • Erlaubnis zum Daueraufenthalt EU oder
  • Blaue Karte EU.

Welche Arten von Visa gibt es?

Das Visum berechtigt Dich zur Einreise nach Deutschland und zum kurfzristigen Aufenthalt. Es gibt zwei Arten von Visa. Das sogenannte Schengen-Visum für fast den ganzen europäischen Raum - nicht für Großbritannien. Es wird für Nicht-EU-Bürger auf 90 Tage erteilt. Das Visum muss vor der Einreise bei der zuständigen Botschaft im Heimatland beantragt werden. Welche Botschaft zuständig ist, entscheidet sich danach, in welches Land hauptsächlich eingereist werden will. Das Visum kann auf 180 Tage verlängert werden, wenn wegen höherer Gewalt - Unwetter oder Naturkatastrophen - oder aus menschlich nicht zumutbaren Gründen eine Rückreise nicht möglich ist. Das sogenannte nationale Visum kann zusätzlich beantragt werden. Mit diesem wird die Einreise und der Aufenthalt in Deutschland erlaubt, wenn ein längerer Aufenthalt geplant ist - zum Beispiel Working-Holiday-Visa.

Eine befristete Aufenthaltserlaubnis kann jemand bekommen, der in Deutschland ein Studium beginnen oder eine Weiterbildung absolvieren möchte, aus politischen, humanitären oder völkerrechtlichen Gründen Schutz sucht, aus familiären Gründen nach Deutschland kommt oder als Ausländer und ehemaliger Deutscher in die Bundesrepublik zurückkehrt. Eine Aufenthaltserlaubnis zu beruflichen Zwecken kann dann erteilt werden, wenn Du eine bestimmte beruflichen Abschluss hast - oder Dir sogar eine Blaue Karte EU bewilligt wurde. Doch die Aufenthaltserlaubnis ist zeitlich befristet – in der Regel muss sie nach sechs Monaten bis spätestens zwei Jahren verlängert werden. Die erste Blaue Karte EU ist auf höchstens vier Jahre befristet, sie kann erneut beantragt werden. Entscheidend für die Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis kann dabei sein, ob der Grund des Aufenthalts in Deutschland noch besteht oder ob die Integrationskurse ordnungsgemäß besucht wurden.

Arbeiten dürfen Einwanderer aus dem Nicht-EU-Ausland mit diesem befristeten Aufenthaltstitel aber nur, wenn dies auch ausdrücklich in Form einer Arbeitserlaubnis vermerkt ist - zum Beispiel bei der Blauen Karte EU. Erst wenn eine Aufenthaltserlaubnis über fünf Jahre bestand, besteht die Möglichkeit, eine unbefristete Niederlassungserlaubnis zu beantragen, welche ein Arbeitserlaubnis enthält. Das gilt nicht für EU-Bürger oder Staatsangehörige aus EWR-Staaten sowie der Schweiz – sie dürfen dank der Arbeitnehmerfreizügigkeit grundsätzlich auch in Deutschland eine Arbeit aufnehmen und haben deshalb auch das Recht, sich in Deutschland aufzuhalten.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Niederlassungsfreiheit?

Eine unbefristete “Aufenthaltserlaubnis” gibt es seit 2005 nicht mehr. Stattdessen gibt es die Möglichkeit einer Niederlassungserlaubnis, welche letztendlich eine unbefristeten Aufenthalt in Deutschland erlaubt. Um sie zu erhalten, müssen Ausländer seit mindestens fünf Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzen. Weitere Voraussetzungen:

  • Der Lebensunterhalt ist gesichert und es besteht eine Erlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit.
  • Es wurden mindestens 60 Monate Pflicht- oder freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung oder eine vergleichbare Vorsorgeeinrichtung gezahlt, wobei berufliche Ausfallzeiten aufgrund von Kinderbetreuung oder häuslicher Pflege Angehöriger angerechnet werden.
  • Die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist durch bereits begangene Verstöße nicht allgemein gefährdet.
  • Ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache sowie Grundkenntnisse der Lebensverhältnisse und der Rechts- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik liegen vor.

Mit der unbefristeten Niederlassungserlaubnis dürfen Einwanderer in Deutschland arbeiten oder ein Gewerbe aufbauen – die Arbeitserlaubnis ist hier inklusive.

Wer nicht allein in Deutschland, sondern auch in einem anderen EU-Land leben möchte, benötigt eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt EU. Auch sie stellt einen unbefristeten Aufenthaltstitel dar, der teilweise eingeschränkt zur Erwerbstätigkeit berechtigt. Die Voraussetzungen ähneln denen der Niederlassungserlaubnis. Allerdings berechtigt diese Erlaubnis auch zur Mobilität innerhalb der EU – Einwanderer haben auch in anderen Mitgliedstaaten ein Recht auf die Erteilung eines befristeten Aufenthaltstitels.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Blaue Karte EU?

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels möchte Deutschland vor allem Akademiker und hoch qualifizierte Fachkräfte anlocken. Um diese schnell in eine ihrer Qualifikation angemessene Beschäftigung zu bringen und auch für Unternehmen die bürokratischen Hürden zu minimieren, wurde die Blaue Karte EU eingeführt. Dabei handelt es sich um einen – zumindest bei der ersten Erteilung auf vier Jahre befristeten – Aufenthaltstitel inklusive Arbeitserlaubnis. Vergeben wird die Blaue Karte vor allem an Nicht-EU-Bürger mit Hochschulabschluss oder vergleichbarer Qualifikation, die ein Arbeitsverhältnis mit einem Mindestjahresgehalt in Höhe von zwei Drittel der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung nachweisen können. In diesem Jahr müssen sie also mindestens 50.800 Euro verdienen. Besteht für eine Berufsgruppe in Deutschland ein besonderer Bedarf, kann die Gehaltsgrenze auf 52 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze – also auf 39.624 Euro – herabgesetzt werden.

Achtung: Inhaber der Blauen Karte, die ihre qualifizierte Beschäftigung über einen Zeitraum von mindestens 33 Monaten ausüben und entsprechende Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen, können bereits vor Ablauf von fünf Jahren die unbefristete Niederlassungserlaubnis erhalten. Können sogar Sprachkenntnisse der Stufe B1 nachgewiesen werden, gibt es die Niederlassungserlaubnis bereits nach 21 Monaten. Damit ist auch eine schnellere Einbürgerung möglich.

Welche Voraussetzungen brauche ich für Asyl?

Ob und vor allem unter welchen Voraussetzungen Flüchtlinge und andere Asylbewerber das Aufenthaltsrecht erhalten, entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Es ermittelt, ob der Geflüchtete als Asylberechtigter nach dem Grundgesetz oder als Flüchtlinge gemäß der Genfer Konvention anerkannt wird oder als sogenannter subsidiär Schutzberechtigter bleiben darf. Flüchtlinge und Asylberechtigte bekommen eine auf drei Jahre befristete Aufenthaltserlaubnis, müssen dafür jedoch die Verfolgung aufgrund ihrer Nationalität, Rasse, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen nachweisen. Sie gelten dagegen nur als subsidiär Schutzberechtigte, wenn ihnen in der Heimat Schaden durch Folter, Tod oder Krieg droht. Die Aufenthaltsgenehmigung wird dann auf ein Jahr befristet. Sie kann jedoch um jeweils zwei Jahre verlängert werden. Gleiches gilt für Geflüchtete, die lediglich ein Bleiberecht bekommen, weil ihnen bei Abschiebung Gefahr für Leib, Leben und Freiheit droht.

Nach drei Jahren können Flüchtlinge und Asylberechtigte eine Niederlassungserlaubnis bekommen, sofern u.a. die Gründe ihrer Verfolgung weiterhin bestehen und sie die deutsche Sprache beherrschen - bei nur hinreichenden Sprachkenntnissen beträgt die Wartezeit fünf Jahre. Subsidiär Schutzberechtigte bekommen die Niederlassungserlaubnis dagegen erst nach sieben Jahren. Danach gelten auch für sie die üblichen Voraussetzungen zur Einbürgerung.

Wie und wo beantrage ich die Einbürgerung und ein Aufenthaltsrecht?

Für Visa und Einreise sind grundsätzlich die Botschaften im Heimatland zuständig. Wenn es um andere Aufenthaltstitel geht, musst Du Dich an die jeweilige Ausländerbehörde wenden. Die Anträge sollten schriftlich erfolgen und die entsprechenden Nachweise und Unterlagen im Anhang haben. Welche Unterlagen und Nachweise anzufügen sind, hängt von den Voraussetzungen für den jeweiligen Aufenthaltstitel ab.

Den gewollten Aufenthaltstitel zu bekommen, kann deshalb manchmal schwierig sein. Ein übereilt gestellter Antrag kann schnell abgelehnt oder wegen Formfehlern zurückgewiesen werden. Das kann dazu führen, dass Du statt eine Bewilligung zu bekommen, einen guten Grund für die Behörde schaffst, auch Deinen nächsten Antrag abzulehnen. FragRobin bietet Dir Kontakt zu Anwälten im Ausländerrecht. Sie haben die notwendigen Erfahrungen im Umgang mit Behörden.

Mit uns erhältst Du eine kostenlose Erstberatung, die absolut unverbindlich ist. Nach einer ersten Einschätzung kannst Du entscheiden, ob Du die Hilfe des Rechtsanwalts beanspruchst oder nicht. Nimm den sicheren Weg und kontaktiere rechtzeitig FragRobin! Ruf uns einfach unter unserer gebührenfreien Hotline an: 0800 800 30 08 (Mo-Fr 9:30-18:30 Uhr).

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