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Hilfe, mein Bankberater hat mich falsch beraten: Das kannst Du tun!

Grundsätzlich ist die Geldanlage eine sinnvolle Möglichkeit, um das eigene Kapital zu vermehren. Besonders ärgerlich sind allerdings solche Fälle, bei denen der Berater weniger die Interessen seines Gegenübers vertritt als vielmehr seine eigenen. Es handelt sich bei einem solchen Sachverhalt um eine klassische Falschberatung.

Diese ist immer dann gegeben, wenn die Bank, die Sparkasse oder der Vermittler gegen die Aufklärungspflichten verstößt, wobei dem Beratenen dadurch ein Schaden entstanden ist. Zwischen dem Verstoß gegen die Informationspflicht und dem Schaden muss ein kausaler Zusammenhang bestehen. Das ist zum Beispiel bei einer Kapitalanlage zu bejahen, wenn die Beratung nicht anleger- und objektgerecht erfolgt ist und der Beratene dementsprechend ein Verlustgeschäft macht. Das Bankrecht schreibt vor, dass die Beratung durch Vermittler, Banken sowie Sparkassen wahrheitsgemäß, klar und vollständig sein muss. Bei einem Verstoß gegen diese drei Grundprinzipien liegt mindestens eine Schlechtberatung vor. In den meisten Fällen ist allerdings von einer Falschberatung auszugehen.

Bei der rechtlichen Prüfung, also bei der Frage, ob Du gegen die Beratung rechtlich vorgehen kannst, sind Banken und Sparkassen auf der einen sowie Vermittler auf der anderen Seite getrennt voneinander zu prüfen. Das Kapitalmarktrecht ist eine sehr komplizierte Rechtsmaterie, was bereits dadurch deutlich wird.

Wehre Dich gegen die Falschberatung, es geht um Dein Geld!

Wer eine Geldanlage vermittelt, kann sich nicht darauf berufen, er habe seine Beratungspflicht nicht gekannt. Sicherlich ist es insbesondere bei komplexen Geldanlagegeschäften immer denkbar, dass sich ein Fehler einschleicht. Dieser Fehler darf allerdings nicht zu Deinen Lasten ausgelegt werden. Leider gibt es am Kapitalmarkt auch einige schwarze Schafe, denen die Interessen des Kunden schlichtweg egal sind. Sie nutzen die Geldanlagegeschäfte ausschließlich aus eigenem Interesse, und hoffen darauf, dass sich der Kunde im Nachhinein nicht gegen die Beratung zur Wehr setzt. Von diesem Vorgehen raten wir Dir ganz dringend ab. Zum einen dürfen die schwarzen Schafe mit ihrem Geschäftsmodell keinen Erfolg haben. Zum anderen, und das ist noch viel wichtiger, ist Dein persönliches Vermögen in Gefahr. Ohne entsprechende Gegenwehr haftest Du nämlich für Verlustgeschäfte.

Aufgrund der Vielzahl von Möglichkeiten, um das eigene Kapital für die Zukunft anzulegen, können wir Dir keinen pauschalen Lösungsansatz präsentieren. Allerdings raten wir Dir dazu, einen unserer auf das Bankrecht spezialisierten Anwälte zu kontaktieren. Die Juristin oder der Jurist wird Deinen individuellen Sachverhalt prüfen. Er wird mit dem Berater außergerichtlich kommunizieren. Sollte dieser uneinsichtig sein, wird er auch die Klage wegen Falschberatung in Deinem Namen führen. Du hast Möglichkeiten, um Dich gegen die Missachtung der Informationspflicht zu wehren. Nutze sie, um ein drohendes oder bereits eingetretenes Verlustgeschäft endgültig zu stoppen.

Worin besteht der Unterschied zwischen der Bank- und der Vermittlerhaftung?

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass rechtlich zwischen Dienst- und Werkverträgen zu unterscheiden ist. Bei einem Wertpapierhandel sind die Banken und Sparkassen nach § 31 Abs. 2 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) beispielsweise gesetzlich dazu verpflichtet, redliche, eindeutige und nicht irreführende Werbemitteilungen zu nutzen. In diesen Fällen wird der Vertrag direkt mit der Bank geschlossen. Die Informationspflicht ergibt sich aus § 31 Abs. 3 WpHG. Außerdem sind Banken und Sparkassen dazu verpflichtet, ein Beratungsprotokoll zu erstellen. Sinn und Zweck der Aufzeichnungspflicht ist die Erleichterung des Kunden, bei einer Falschberatung die entsprechenden Ansprüche besser durchsetzen zu können. Darüber hinaus müssen sich Banken und Sparkassen nach § 31 Abs. 5 WpHG über den Kenntnisstand des jeweiligen Kunden informieren. Sie dürfen zum Beispiel einem unerfahrenen und nicht risikobereiten Kunden keine Immobilienfonds, Anleihen, Genussrechte oder geschlossene Fonds vermitteln. Dabei handelt es sich um riskante Produkte auf dem Kapitalmarkt, die in dem Beispielsfall dem Kenntnisstand des Kunden sowie seiner Risikobereitschaft widersprechen.

Vermittler oder Berater sind entweder Unternehmer oder Personen, die Kunden aufgrund eines Beratungsvertrages informieren, beraten oder Empfehlungen aussprechen. Es kann sich sowohl um selbstständige Personen handeln als auch um den einzelnen Bankmitarbeiter. Handelt es sich um einen Bankmitarbeiter wird sein Handeln dem Arbeitgeber haftungsrechtlich zugerechnet. Auf Grundlage der Beratungshaftung sollen die Anleger vor einer Falschberatung geschützt werden. Zu prüfen ist der konkrete Einzelfall, weil sich die Haftung sowohl aus dem Gesetz als auch aus vertraglichen Vereinbarungen oder der einschlägigen Rechtsprechung ergeben kann. Die entscheidende Frage ist, ob letztendlich ein Beratungs- oder doch ein Vermittlungsvertrag geschlossen worden ist. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass der Beratungsvertrag schriftlich geschlossen wurde. Es kommt tatsächlich darauf an, auf welche Art und Weise der jeweilige Finanzdienstleister gehandelt hat. Die Frage ist somit, ob er lediglich vermittelnd oder doch beratend tätig geworden ist.

Woraus ergibt sich die vertragliche Haftung bei einer Falschberatung?

Bei der vertraglichen Haftung ist auf den Zeitpunkt des Beratungsfehlers abzustellen. Hat der Berater gegen die Beratungspflicht verstoßen, wobei noch kein Beratungsvertrag geschlossen worden ist, ergibt sich die Haftung aus § 311 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 241 Abs. 2 BGB. Sobald der Vertrag allerdings unterzeichnet wurde, muss eine Haftung nach § 280 BGB geprüft werden. Möglicherweise lehnt die Sparkasse oder das Kreditinstitut die Haftung mit der Begründung ab, dass ihr das Verschulden der handelnden Personen nicht zugerechnet werden kann. Es mag sicherlich Fälle geben, bei denen sich Kunden damit abfinden. Du gehörst aber nicht dazu. Denn Kreditinstitute sowie Sparkassen haften nicht nur für das eigene Verschulden. Sie sind auch für diejenigen Personen verantwortlich, die in ihrem Interesse tätig werden.

Darüber hinaus ist zu prüfen, ob zwischen der Bank bzw. dem Kreditinstitut und dem Kunden ein Dienst- oder Werkvertrag geschlossen worden ist. Auch daraus können sich Ansprüche ergeben. Im Falle einer Falschberatung kannst Du bei einem Dienstvertrag Schadensersatz verlangen. Ein Werkvertrag geht noch einen Schritt weiter. Hierbei haftet der Berater in vollem Umfang. Maßstab dafür ist das eigentliche Beratungsziel. Er ist gemäß §§ 635,633 BGB dazu verpflichtet, den Vertrag so lange auszubessern, bis der Erfolg mangelfrei ist. Es spielt dabei keine Rolle, ob er dadurch ein Verlustgeschäft erleidet. Welcher Vertrag letztendlich geschlossen worden ist, kann natürlich nicht selbst bestimmt werden. Unsere Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte werden Dich auf verständliche Art und Weise durch diese komplizierte Materie führen.

Auf welcher Seite steht die Rechtsprechung?

Grundsätzlich nimmt die Rechtsprechung eine neutrale Position ein. Allerdings besteht gerade das Kapitalmarktrecht aus ungleichen Kräften. Auf der einen Seite steht die mächtige Bank, Sparkasse oder Volksbank, auf der anderen Seite der einzelne Kunde. Während Banken und Kreditinstitute tagtäglich mit Finanzgeschäften zu tun haben, ist der potentielle Anleger in der Regel laienhaft aufgestellt. Um dieses Ungleichgewicht zu schließen, schützt die Rechtsprechung den Verbraucher. Eine Haftung ist nach der Rechtsprechung beispielsweise auch dann zu bejahen, wenn der Berater keine Auskunft erteilt hat, obwohl er erkannt hat, dass diese von erheblicher Bedeutung ist. Das ist insbesondere dann anzunehmen, wenn der Berater über die notwendige Sachkunde verfügt oder selbst ein wirtschaftliches Interesse hat. Die Rechtsprechung geht hierbei davon aus, dass Kunden den Beratern "typischerweise ihr Vertrauen schenken." Aufgrund der kundenfreundlichen Auslegung solltest Du unbedingt eine Anwältin oder einen Anwalt kontaktieren, um Deine Ansprüche notfalls auch gerichtlich durchzusetzen.

Wir unterstützen Dich mit einem kostenlosen Erstberatungsgespräch

Auch wenn es eine Vielzahl von unterschiedlichen Anlagevarianten gibt, haben sie in der Regel eines gemeinsam: Es geht um viel Geld, es geht um Dein Geld! Dementsprechend hoch sind wahrscheinlich auch Deine Forderungen, die aufgrund der Falschberatung zu prüfen sind. Sollte das Landgericht für Deinen Fall zuständig sein, bist Du gemäß § 78 Abs. 1 ZPO ohnehin dazu verpflichtet, Dich von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt vertreten zu lassen. Da die Rechtsprechung sehr anlegerfreundlich ist, stellt die Klage wegen Falschberatung eine erfolgversprechende Möglichkeit dar, damit Du zu Deinem Recht kommst. In vielen Fällen ist die Klage ohnehin das einzige Mittel, weil die Bank oder der Vermittler von ihren bzw. seinen Fehlern nichts wissen möchte. Eine außergerichtliche Einigung ist daher kaum noch möglich.

Wir wissen aber auch, dass das Verhältnis zwischen Jurist und Mandanten auf Vertrauen beruht. Nutze daher die Möglichkeit, um ein kostenfreies Erstgespräch mit einem spezialisierten Advokaten zu führen.

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