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Kreditbearbeitungsgebühren

Prüfe jetzt, ob Deine Kreditgebühren zu hoch sind!

Wann sind Kreditbearbeitungsgebühren zu hoch?

Bahnbrechende höchstrichterliche Urteile haben Banken dazu verurteilt, Milliardenbeträge an ihre Kunden zurückzuzahlen. Grund für diese Rückzahlungen waren zu Unrecht erhobene Gebühren der Banken an ihre Kunden. Die Frage, ab wann Kreditbearbeitungsgebühren zu hoch sind, stellt sich also nicht mehr, da diese Gebühren bei Verbraucherkrediten generell unzulässig sind.

Wie setzen sich Kreditbearbeitungsgebühren zusammen?

Kreditbearbeitungsgebühren sind alle in Rechnung gestellte Kosten, die neben den Kreditzinsen erhoben worden sind und für Kunden keinen Mehrwert darstellten. Begründet wurden die Kosten mit dem Aufwand für die Kreditbearbeitung und Überprüfung der Kreditwürdigkeit der jeweiligen Kreditnehmer zum Beispiel die Informationsbeschaffung bei der SCHUFA und weiteren Bonitäts-Informationen. Die Gerichte stellten dazu fest, dass diese Aufwendungen lediglich den Banken dienten und keinen gesonderten Service für die  Kunden darstellten. Auch viele andere Bankgebühren wie zum Beispiel Kosten für das Führen von Pfändungsschutzkonten und Gebühren für Rücklastschriften wurden für unzulässig erklärt. Damit wurden die Rechte der Kunden gegenüber den Banken gestärkt und Kunden werden vor willkürlichen Gebühren geschützt.

Wann fallen Kreditbearbeitungsgebühren an?

Laut des Urteils des Bundesgerichtshof (BGH) am 13. Mai 2014 (Aktenzeichen XI ZR 405/12) dürfen Banken bei Verbraucherkrediten keine Kreditbearbeitungsgebühren in Rechnung stellen. Der BGH hat daher die vorinstanzlichen Entscheidungen bestätigt. Für die Gerichte stellen die Leistungen wie Bonitätsprüfungen und Bearbeitung der Kreditverträge keine besonderen Leistungen für deren Kunden dar, sondern dienen lediglich den Banken für erfolgreiche Abschlüsse ihrer Geschäfte. Diese Leistungen seien bereits mit den Zinsen abgegolten. Damit fallen für Privatkredite keine Kreditgebühren an. Inzwischen gab es auch Urteile bei Unternehmenskrediten, die auch Geschäftskunden stärkten.

Was bedeutet das für Dich, wenn Du einen Kredit abgeschlossen und Bearbeitungsgebühren bezahlt hast? In den meisten Fällen kannst Du von zu Unrecht gezahlten Kreditgebühren ausgehen und diese innerhalb der Verjährungsfrist zurückfordern. Die Urteile gelten für alle Verbraucherkredite, unabhängig davon, zu welchem Zweck sie abgeschlossen wurden. Dazu gehören zum Beispiel

  • Immobilienkredite
  • Kfz-Kredite
  • Kredite für Möbel und Einrichtung
  • zweckungebundene Darlehen
  • private Kredite zur Umschuldung

und viele mehr.

Wie erkenne ich, ob Kredite falsch berechnet sind?

Wenn Du einen Kredit abgeschlossen hast und außer den Zinsen weitere laufzeitunabhängige Kosten oder Bearbeitungsgebühren durch das Kreditinstitut in Rechnung gestellt worden sind, die keine besonderen Serviceleistungen für Dich bieten, kannst Du die Kosten zurückverlangen. Außer Zinsen dürfen in einem üblichen Privatkreditvertrag keine Bearbeitungsgebühren, Abschlussgebühren, Bearbeitungsprovisionen oder Ähnliches in Rechnung gestellt werden. Manche Kreditinstitute finden immer neue Bezeichnungen und Begründungen für Gebühren, die sie neben den Zinsen berechnen wollen. Bist Du Dir nicht sicher, ob bestimmte Gebühren tatsächlich berechtigt sind, kannst Du einen Fachanwalt zu Rate ziehen. Dieser wird entsprechende Kosten schnell als unberechtigte Gebühren entlarven oder deren Rechtmäßigkeit bestätigen.

Welche Kreditarten sind von dieser Grundsatzentscheidung ausgeschlossen?

Es gibt Konstellationen, bei denen Kreditbearbeitungsgebühren zulässig sein könnten. Dazu gehören zum Beispiel KfW-Kredite, deren Verträge vor dem 11. 06. 2010 abgeschlossen wurden. Für alle anderen KfW-Kredite, die ab dem 11. 06. 2010 geschlossen wurden, werden Entscheidungen erst in Abhängigkeit zu den Kreditarten gefällt. Kredite durch Förderbanken könnten auch von der Grundsatzentscheidung des BGH ausgeschlossen sein. Die Zulässigkeit der Kreditgebühren für gewerbliche Kredite ist noch umstritten. Zumindest wurden bereits auf Landesebene Urteile zugunsten der Kreditnehmer gefällt.

Wie kann ich Kreditbearbeitungsgebühren zurückfordern?

Um Deine zu Unrecht bezahlten Kreditgebühren zurückzuverlangen, wende Dich zunächst schriftlich an Deine Bank und fordere die Gebühren zurück. Ist die Kreditbearbeitungsgebühr in Zinsen eingerechnet, so kann sich die Berechnung schwierig gestalten.

Ein Rechtsanwalt ist auch darauf spezialisiert, die Gebühren korrekt herauszufiltern und den Betrag zu berechnen, der Dir von der Bank zusteht. Sende am besten ein Einschreiben mit Rückantwort. Dabei darfst Du nicht vergessen, die unzulässige Kreditbearbeitungsgebühr zu verzinsen. In der Regel kannst Du fünf Prozent über dem Basiszinssatz veranschlagen. Der Basiszinssatz wird von der Deutschen Bundesbank berechnet und veröffentlicht. Dieser beträgt zur Zeit -0,88 % (Stand 10/2016). Wichtig ist auch, dass Du dem Kreditinstitut eine angemessene, aber kurze Frist setzt (üblich sind 10 Tage). Führt Dein Brief nicht zum gewünschten Erfolg, kannst Du den zuständigen Ombudsmann einschalten oder einen Rechtsanwalt kontaktieren. Dieser führt dann für Dich die notwendigen weiteren Schritte durch und kann dir alle nötigen Informationen geben, die Du benötigst.

Wie lange kann ich Kreditbearbeitungsgebühren zurückfordern?

Bis Ende 2014 konnten Kreditgebühren von 10 Jahren zurückgefordert werden. Nun gelten die üblichen Verjährungsfristen von drei Jahren, innerhalb derer Du Dir die Kosten zurückerstatten lassen kannst. Die Verjährungsfrist ist zugunsten des Kunden angelegt. Sie beginnt nicht genau mit dem Zeitpunkt der bezahlten Gebühr, sondern erst mit Ende des entsprechenden Jahres. So kannst Du zum Beispiel bis Ende 2016 alle Gebühren zurückfordern, die Du ab dem Jahr 2013 bezahlt hast. Zu den Gebühren kommen noch die Verzugszinsen, die Dir zustehen.

Wie sollte ich am besten vorgehen?

In der Regel zahlen die meisten Banken zu Unrecht bezahlte Kreditgebühren zurück, da sie damit weiteren Kosten vermeiden und Kunden nicht zusätzlich verärgern wollen. Allerdings gibt es immer noch Banken, die versuchen, die Rückzahlung zu umgehen und zu verzögern, um den Rückzahlungsbetrag durch Verjährung zu vermindern oder das Verfahren ganz ohne Rückzahlung abzuschließen. Du musst daher schnell handeln. In Deinem ersten Schreiben an die Bank solltest Du daher eine Frist für die Rückzahlung setzen. Erhältst Du weder Dein Geld, noch eine Antwort oder eine Verweigerung der Zahlung, wende Dich unverzüglich bei dem zuständigen Ombudsmann oder gleich an einen Rechtsanwalt, der alle weiteren Schritte für Dich in die Wege leitet. Ein Ombudsmann für das Bankwesen ist eine unparteiische Schiedsperson, die Streitfälle zwischen Banken und deren Kunden zu schlichten versucht. Die Verjährungsfrist ist durch Einschaltung eines Ombudsmannes oder durch Klageerhebung aufgehoben. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Du schnell handelst und die verjährungshemmenden Schritte einleitest, damit Du möglichst viele von Deinen zu Unrecht bezahlten Leistungen zurückerhältst.

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