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Inkassogebühren zu hoch?

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Was sind Inkassogebühren?

Der Begriff "Inkasso" stammt aus der Betriebswirtschaftslehre. Inkasso bezeichnet den Einzug von Forderungen. Private und gewerbliche Gläubiger beauftragen Inkassounternehmen, um ihre Forderungen "einzutreiben". Es existieren keine festen Vergütungsregelungen für die Dienstleistungen von Inkassounternehmen. Die Vergütung orientiert sich oftmals am Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Die Vergütung steigt mit der Höhe der Forderung, die eingetrieben werden soll. Die Vergütung ist eine Pauschalvergütung, die vom Schuldner zu erstatten ist. Der Schuldner muss dem Gläubiger sämtliche Kosten ersetzen, die ihm im Rahmen der Rechtsverfolgung entstanden sind, §§ 280, 286 BGB. Die Erstattung der Inkassokosten darf gemäß
§ 4 Abs. 5 EGRDG nicht höher ausfallen als eine entsprechende Rechtsanwaltsvergütung. Ein Inkassoschreiben wird versendet, wenn der Gläubiger die offene Forderung mehrfach rechtmäßig angemahnt hat. Die Eintreibung des offenen Geldbetrags kann durch ein Inkassobüro oder einen Rechtsanwalt erfolgen. Das Inkassoschreiben dient dazu, den Schuldner über die offene Forderung aufzuklären. Zeitgleich wird der Schuldner dazu aufgefordert, den offenen Geldbetrag zu zahlen. Dieser besteht aus der Forderung und den Kosten für das Inkassounternehmen. Deshalb ist der vom Inkassobüro oder Anwalt geforderte Geldbetrag wesentlich höher als die ursprüngliche Forderung.

Warum sind Inkassogebühren oft zu hoch?

Inkassokosten sind oftmals viel zu hoch. Mit den Inkassogebühren erwirtschaften Inkassobüros ihren Gewinn. Die Zahlungen, die Du leistest, werden zum Teil einbehalten. Dies führt dazu, dass die Inkassogebühren von einigen Unternehmen unzulässigerweise recht "großzügig" berechnet werden.

Wann sind Inkassogebühren unzulässig?

Denk daran, dass die Inkassokosten nicht höher ausfallen dürfen als die Kosten für einen Rechtsanwalt. Diese bestimmen sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Das Inkassobüro darf eine Auslagenpauschale maximal in Höhe von 20 Euro erheben - dieser Pauschalbetrag beinhaltet die Kosten für Telefonate, Briefpapier und Ähnliches. Außerdem darf Umsatzsteuer erhoben werden. Deren Erhebung ist aber nur eingeschränkt zulässig. Zusätzliche Gebühren für Telefonanrufe dürfen nicht erhoben werden. Wenn bereits ein Vollstreckungsbescheid gegen Dich erlassen wurde und das Inkassobüro Dich erneut zur Zahlung auffordert, dürfen keine erneuten Inkassokosten erhoben werden.

Viele Inkassobüros verlangen Kontoführungsgebühren. Diese sind jedoch unzulässig. Wenn das Inkassobüro gegen Dich vorgeht und anschließend noch einmal einen Rechtsanwalt beauftragt, dürfen keine zusätzlichen Kosten erhoben werden. Du musst nur die Kosten für den Rechtsanwalt erstatten, nicht aber für vorgerichtliche Inkassogebühren. Diese Kosten entfallen rückwirkend. Wenn ein Vollstreckungs- oder Mahnbescheid ergangen ist, dürfen maximal 25 Euro berechnet werden. Dies betrifft sowohl das Porto als auch den Vordruck für den Mahnantrag. Kosten für die Übersendung einer Forderungsaufstellung dürfen nicht erhoben werden. Deren Versand ist gemäß § 305 Abs. 1 Insolvenzordnung (InsO) kostenfrei.

Wann muss ich die Gebühren wirklich zahlen?

Wenn ein Inkassobüro Vollstreckungsmaßnahmen gegen Dich einleitet, entstehen für jeden Vollstreckungsversuch Kosten. Bei mehreren Vollstreckungsversuchen musst Du daher mehrfach Kosten übernehmen. Die Kosten für einen Gerichtsvollzieher musst Du auf Nachweis erstatten. Die Kosten für einen Mahn- oder Vollstreckungsbescheid sind nur bis maximal 25 Euro zu erstatten. Zustellungskosten für Schriftstücke musst Du bezahlen. Darunter fallen insbesondere Kosten für vorläufige Zahlungsverbote, die durch den Gerichtsvollzieher zugestellt werden. Ermittlungskosten für Anfragen im Schuldnerregister, beim Einwohnermeldeamt oder beim Gewerberegister dürfen erhoben werden. Diese Kosten müssen jedoch nachgewiesen werden. Wenn keine Kosten angefallen sind, musst Du diese auch nicht bezahlen. Wenn Bankrücklastschriftkosten angefallen sind, muss ebenfalls ein Nachweis erbracht werden. Ratenzahlungs- und Vergleichsgebühren sind zulässig. Inkassogebühren dürfen aber nur dann erhoben werden, wenn Du Dich freiwillig darauf eingelassen hast. Die Ratenzahlungsvereinbarung muss eine Klausel beinhalten, die auf die Kosten hinweist. Einer solchen Kostenübernahme solltest Du niemals zustimmen, da Du nicht dazu verpflichtet bist.

Was geschieht nach Erhalt eines Inkassoschreibens?

Wenn Du ein Inkassoschreiben erhalten hast, solltest Du umgehend handeln. Einfach nicht zu zahlen oder das Schreiben zu ignorieren, wäre verantwortungslos. Die Gebühren werden immer weiter ansteigen. Es ist ebenfalls möglich, dass Du verklagt wirst. Wenn Du nicht reagierst, bekommst Du im Regelfall ein zweites Schreiben. In diesem wird Dir angeboten, dass Du den offenen Betrag in Raten zahlst.

Du solltest nach Erhalt eines Inkassoschreibens umgehend prüfen, ob die titulierte Forderung existiert. Denk daran, dass titulierte Forderungen erst nach 30 Jahren verjähren. Wenn Du keine Unterlagen findest, kannst Du das Inkassounternehmen kontaktieren und darum bitten, dass die Forderung nachgewiesen wird. Wenn Du nach dem zweiten Schreiben wieder nicht reagierst, musst Du mit einem gerichtlichen Mahnverfahren rechnen. Der Mahnprozess wird erst dann gestoppt, wenn Du den Geldbetrag innerhalb der Frist überweist. Durch die Einleitung eines Inkassoverfahrens kann es sein, dass Deine Daten an Auskunfteien wie die Schufa weitergegeben werden. Deine Bonität verschlechtert sich - viele Unternehmen und Banken werden daraufhin keine Verträge mehr mit Dir abschließen.

Wie kann ich gegen unzulässige Inkassokosten vorgehen?

Wenn Du Inkassogebühren bezahlen sollst, solltest Du prüfen, ob die Forderungsaufstellung rechtswirksam aufgestellt wurde. Wenn die Gebühren nicht getrennt und ordnungsgemäß ausgewiesen wurden, kannst Du diese nicht prüfen. Fordere ein detailliertes Forderungsverzeichnis, in dem die Inkassogebühren und sonstige Kosten getrennt aufgeführt sind.

Es ist die Pflicht des Inkassobüros, die Forderungen nachzuweisen. Versuche erst gar nicht anzurufen - dies ist sinnlos. Schreibe einen Brief und erstelle eine Gegenrechnung. Stelle klar, welche Forderungen Du anerkennst und welche nicht. Stelle dar, für welche Kosten Du einen Nachweis erhalten möchtest. Teile dem Inkassobüro mit, dass Du die berechtigten Forderungen umgehend überweist, den Restbetrag aber bestreitest und die Forderung dahingehend für erledigt betrachtest. Überweise den unstreitigen Betrag innerhalb von drei Tagen und vergiss den Verwendungszweck nicht. Weitere Schreiben kannst Du lesen, solltest Du aber - ohne Nachweise - nicht weiter beachten. Sobald ein Schriftstück vom Gericht eingeht, musst Du jedoch umgehend handeln. Achte dabei auf die Fristen, die zumeist auf der Rückseite des Schreibens abgedruckt sind.

Warum und wann ist juristische Unterstützung wichtig?

Wenn Du den Überblick über Deine Forderungen verloren oder eine unberechtigte Forderung erhalten hast, solltest Du umgehend einen Rechtsanwalt kontaktieren. Bei FragRobin erhältst Du eine kostenlose Erstberatung. Kontaktiere uns jetzt!

Kostenlose Service-Hotline: 0800 800 30 08 (Mo.-Fr. 9:30-18:30 Uhr)

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