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Bauträgerkauf

Erfähre, wie Du den Bauträgerkaufvertrag prüfen kannst

Was ist ein Bauträger?

Als Bauträger wird ein Unternehmer bezeichnet, der für Dich ein Grundstück erwirbt und gleichzeitig ein Haus oder aber eine Wohnung errichtet.

Ein regulärer Bauunternehmer ist hingegen nur für die Errichtung eines Gebäudes zuständig. Für den Erwerb des Grundstücks bist Du somit selbst verantwortlich.

Was ist ein Bauträgervertrag?

Wenn Du den Erwerb sowie die Errichtung eines Gebäudes in fremde Hände gibst, musst Du einen Bauträgervertrag abschließen.

Dabei handelt es sich um einen Vertrag, der die beiden Leistungen miteinander verbindet. Es ist sozusagen eine Mischung zwischen einem Kauf- und einem Werkvertrag. Eine Regelung speziell für den Bauträgervertrag findest Du ab 01.01.2018 in § 650u BGB.

Geht bei dem Erwerb des Grundstücks oder aber an einer anderen Stelle des Baufortschritts etwas schief, fällt dies in den Verantwortungsbereich des Bauträgers. Die finanzielle Verantwortung trägt der Bauträger.

Im Rahmen des Bauträgerkaufvertrags einer Eigentumswohnung oder eines Hauses ist es jedoch Deine Pflicht, nach gewissen Bauabschnitten Zahlungen zu leisten.

Muss der Vertrag vor einem Notar beurkundet werden?

Bei dem Bauträgerkauf handelt es sich um einen Grundstückskaufvertrag mit der zusätzlichen Maßgabe der Errichtung eines Gebäudes.

Dementsprechend gelten die Vorschriften über den Grunderwerb.

Gem. § 311 b BGB muss dieser Vertrag somit vor dem Notar beurkundet werden. Die Formvorschrift dient Deiner und der Sicherheit Deines Vertragspartners.

Ein Bauträgerkaufvertrag einer Eigentumswohnung oder aber eines Hauses ohne notarielle Beurkundung führt dazu, dass der Vertrag formnichtig ist und somit der Kauf hinfällig ist.

Achte daher stets darauf, die Formvorschriften einzuhalten.

Kann ich Änderungsvorschläge für den mir vorgelegten Vertrag einbringen?

Selbstverständlich steht es Dir frei, Änderungswünsche zu äußern. Dies solltest Du jedoch möglichst früh tun, um später unnötige Kosten zu vermeiden.

Idealerweise stimmst Du Dich mit Deinem Vertragspartner ab, wenn Du Vorschläge einer anderen Gestaltung des Vertrages hast.

Wichtig ist es, dass diese Änderungswünsche später auch tatsächlich in den Vertrag aufgenommen werden.

Wenn Du den Bauträgervertrag prüfen lässt, kannst Du schnell feststellen, ob alles zu Deiner Zufriedenheit festgehalten wurde.

Welche Punkte sollte der Bauträgervertrag beinhalten?

Ein solcher Vertrag ist ein sehr umfangreiches Dokument. Insbesondere die Beschreibung des geplanten Vorhabens nimmt viel Platz ein. Hier ist es wichtig, dass auch kleine Details festgehalten werden. Fehlende Punkte fallen schnell auf, wenn Du den Bauträgerkaufvertrag prüfen lässt.

Im Kern umfasst der Vertrag die folgenden Punkte:

  • Die Baugenehmigung
  • Eine exakte und vollumfängliche Baubeschreibung (inklusive der Pläne)
  • Die Festlegung von Materialien und Qualitätsstandards
  • Einen Kostenplan
  • Eine Preisbindungsgarantie (so trägt der Bauträger die Kosten, falls manche Dinge teurer werden als geplant)
  • Eine Vereinbarung über die Höhe der zu leistenden Abschlagszahlungen
  • Fristen über die Teilfertigstellung sowie die komplette Fertigstellung
  • evtl. Vertragsstrafen bei Nichteinhaltung des Zeitplans
  • Sicherheiten
  • Die Gewährleistung (zwar bestehen gesetzliche Gewährleistungspflichten, zusätzliche vertragliche Ansprüche sind allerdings sinnvoll).

Kann ich von einem Bauträgervertrag zurücktreten?

Grundsätzlich besteht bei jedem Vertrag ein Rücktrittsrecht. Teils wird jedoch in einem Bauträgervertrag festgehalten, dass ein Rücktritt ausgeschlossen ist. Wird diese Klausel seitens des Bauträgers standardmäßig verwendet, muss sich dieser an den speziellen Vorschriften über AGBs messen lassen.

In diesem Fall ist ein Rücktritt möglich, da der Ausschluss des Rücktrittsrechts gegen die AGB-Vorschriften verstößt.

Nicht immer ist es jedoch gut, vom Vertrag zurückzutreten, da Du auch mögliche Sicherheiten verlierst.

Gerne hilft Dir einer der Fachanwälte unseres Netzwerks bei diesem schwierigen Thema weiter.

Wann ist es sinnvoll einen Bauträgervertrag abzuschließen?

Einen Bauträgerkaufvertrag solltest Du immer dann abschließen, wenn Du möglichst wenig mit dem Baufortschritt zu tun haben möchtest.

Du musst Dich nicht mit einzelnen Handwerkern auseinandersetzen. So bleibt Dir jede Menge Zeit erspart.

Muss ich den Kaufpreis sofort nach Abschluss des Vertrags zahlen?

In der Regel zahlst Du nach der Fertigstellung gewisser Bauabschnitte jeweils einen Teil des gesamten Kaufpreises. Es wird demnach nicht der gesamte Kaufpreis auf einmal fällig.

Allerdings bist Du verpflichtet, nach Abschluss der Arbeiten den Kaufpreis zu zahlen.

Was geschieht, wenn das Haus zu spät oder mangelhaft errichtet wurde?

Für ein zu spätes Fertigstellen solltest Du am besten vorab vertraglich regeln, inwieweit Du den Kaufpreis reduzieren kannst.

Bestehen Mängel an dem Gebäude, stehen Dir Rechte zu. Diese variieren, je nachdem, wie stark die Mängel sind.

Bei kleineren Mängel, die ausgebessert werden können, steht Dir ein Nachbesserungsanspruch zu. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Kaufpreis zu mindern.

Im schlimmsten Fall ist das Gebäude nicht bewohnbar, sodass der gesamte Vertrag infrage gestellt wird.

Hast Du noch Fragen oder möchtest Du einen geplanten Bauträgervertrag prüfen lassen, kannst Du Dich gerne an einen der erfahrenen Anwälte unseres Netzwerks wenden.

Wir helfen Dir bei ersten Fragen auch im Rahmen eines kostenlosen Erstberatungsgesprächs!

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