• Arbeitsrecht
  • Familienrecht
  • Mietrecht
  • Verkehrsrecht
  • Versicherungsrecht

  • Anwaltshaftung
  • Arzthaftungsrecht
  • Ausländerrecht
  • Bankrecht
  • Beamtenrecht
  • Betreuungsrecht
  • Erbrecht
  • Forderungseinzug & Inkassorecht
  • Gewerblicher Rechtsschutz
  • Immobilienrecht
  • Insolvenzrecht
  • Kaufrecht
  • Reiserecht
  • Schadensersatz & Schmerzensgeld
  • Schul- und Hochschulrecht
  • Sozialrecht
  • Sportrecht
  • Steuerrecht
  • Strafrecht
  • Transportrecht
  • Vertragsrecht
  • Zivilprozessrecht
Anwaltshaftung Anwalt Falschberatung
Wer zahlt Anwaltskosten?
Arzthaftungsrecht Behandlungsfehler
Ausländerrecht Aufenthaltsrecht und Einbürgerung
Familienzusammenführung
Bankrecht Bausparkasse kündigt
Falschberatung Geldanlage
Kreditbearbeitungsgebühren
Restschuldversicherung widerrufen
Schiffsfonds Probleme
Vorfälligkeitsentschädigung
Widerruf Darlehensvertrag
Beamtenrecht Beförderung
Einstellungen Öffentlicher Dienst
Betreuungsrecht Entmündigung
Seniorenberatung
Erbrecht Erbe ausschlagen
Pflichtteil
Schenkung
Testament anfechten
Forderungseinzug & Inkassorecht Inkasso-Brief
Inkassogebühren
Gewerblicher Rechtsschutz Abmahnung Ebay
Abmahnung Facebook
Abmahnung Filesharing
Abmahnung Filme
Abmahnung Musikdownload
Bilder Abmahnung
GEMA Rechner
Geschmacksmustergesetz
Textklau im Internet
YouTube Abmahnung
Immobilienrecht Architekten-Honorar
Nachbarschaftsrecht
Ruhestörung
Insolvenzrecht Privatinsolvenz: Ablauf
Kaufrecht Gewährleistung
Rücktritt vom Kaufvertrag
Reiserecht Reisemängel Ansprüche
Skiunfall
Schadensersatz & Schmerzensgeld Beleidigung im Internet
Cybermobbing-Strafen
Schmerzensgeld bei Autounfall
Schmerzensgeld bei Körperverletzung
Schul- und Hochschulrecht Schulplatz einklagen
Studienplatzklage
Widerspruch gegen Nichtversetzung
Sozialrecht BAföG
Hartz IV Sanktionen Widerspruch
Widerspruch Schwerbehinderung
Wohngeldrechner
Sportrecht Sportunfall: Wer zahlt?
Steuerrecht Einspruch Steuerbescheid
Strafrecht Fahrerflucht
Steuerhinterziehung Strafe
Strafbefehl
Was passiert bei einer Anzeige
Transportrecht Paket verschwunden
Transportschaden
Vertragsrecht Branchenbuch Abzocke
Zivilprozessrecht Einstweiliger Rechtsschutz
Mahnverfahren
Widerspruch Klage


Wann ist Untervermietung erlaubt?

Prüfe jetzt Deinen Anspruch auf Untervermietung!

Was bedeutet Untervermietung?

Von einer Untervermietung spricht man, wenn der Mieter einer Wohnung diese zum Teil oder ganz an eine Person weitervermietet. Der Untermieter hat dabei keinen Vertrag mit dem Vermieter der Wohnung sondern mit dem eigentlichen Mieter.

Es besteht kein Untermietverhältnis, wenn nahe Angehörige (z. B. Eltern, Kinder) zu einem Mieter in die Wohnung ziehen. Auch Besucher, die nicht dauerhaft in der Mietwohnung leben sowie Pflegepersonal oder Angestellte für die Kinderbetreuung, die mit einziehen, sind keine Untermieter.

Habe ich einen Anspruch auf Untervermietung?

Grundsätzlich ist eine Untervermietung erlaubt, wenn

  • ein berechtigtes Interesse an einer Untervermietung vorliegt und
  • das berechtigte Interesse erst nach Abschluss des Mietvertrages entstanden ist.

Als berechtigtes Interesse bezeichnet man wichtige Gründe, die für den Mieter eine Untervermietung notwendig machen. Dies können finanzielle oder persönliche Gründe sein. Nachfolgend findest Du Beispiele für finanzielle Interessen:

  • Andi studiert ein halbes Jahr in Hongkong. Er muss in dieser Zeit in Hongkong eine Wohnung finanzieren und möchte danach aber weiter in seiner Wohnung in Berlin leben. Damit er seine Wohnung in Berlin nicht aufgeben muss, vermietet er diese solange an Philipp. Somit muss er nur die Miete für die Wohnung in Hongkong aufbringen und Philipp zahlt die Miete für die Wohnung in Berlin.
  • Sophie und Matthias sind verheiratet; sie leben in einer gemeinsamen Wohnung. Nach einigen Jahren Ehe trennen sich die beiden. Matthias zieht aus, Sophie bleibt in der Wohnung. Da sie sich die Wohnung alleine nicht leisten könnte, nimmt sie einen Untermieter mit auf.

Persönliche Gründe wären beispielsweise folgende:

  • Die fünfundsechzigjährige Katharina hat keine Kinder, arbeitet nicht und fühlt sich oft alleine. Um mehr Kontakt zu Menschen zu haben, nimmt sie zwei Studentinnen als Mitbewohnerinnen auf.
  • Martin wohnt in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Nachdem sie schon 3 Jahre ein Paar sind, zieht seine Freundin Tanja zu ihm. Die Untervermietung an den Lebenspartner stellt immer einen persönlichen Grund dar.

Wie oben schon angesprochen, ist die Untervermietung nur erlaubt, wenn der Grund für die Aufnahme eines Untermieters erst nach dem Abschluss des Mietvertrages enstanden ist. Wird eine Wohnung gemietet mit der Absicht, sie unterzuvermieten, ist die Untervermietung nicht zulässig.

Ich möchte meine Wohnung untervermieten – muss ich meinen Vermieter informieren?

Laut § 540 BGB muss der Vermieter über eine Untervermietung informiert werden. Am besten teilst Du dem Vermieter schriftlich die Untervermietung mit und auch den Namen des Untermieters. Der Vermieter kann auch verlangen, über den Namen und das Geburtsdatum des Untermieters informiert zu werden. Eine Einsicht in die Einkommensverhältnisse des Untermieters steht dem Vermieter aber nicht zu.

Mein Vermieter ist nicht mit der Untervermietung einverstanden – darf ich trotzdem einen Untermieter aufnehmen?

Wenn Du ein berechtigtes Interesse nachweisen kannst, ist die Untervermietung erlaubt. Liegt ein persönlicher oder finanzieller Grund vor, hast Du einen Anspruch auf Untervermietung. Diesen kannst Du auch vor Gericht einklagen, wenn es zwischen Dir und Deinem Vermieter nicht zu einer Einigung kommt.

Allerdings ist einer Untervermietung nicht zulässig, wenn die Wohnung oder Teile davon an Touristen vermietet werden. Dies kann der Vermieter in jedem Fall untersagen.

Wann darf mein Vermieter eine Untervermietung verbieten?

Es gibt einige Fälle, in denen der Vermieter einen Anspruch auf Untervermietung versagen kann:

Die Person, die als Untermieter in der Wohnung leben soll, ist durch persönliche Eigenschaften nicht als Mieter geeignet.

Beispiel: Andi will den stadtbekannten Alkoholiker Matthias G., der häufig an öffentlichen Plätzen randaliert, als Untermieter aufnehmen. Sein Vermieter widerspricht, da damit zu rechnen ist, dass es durch Matthias im Haus zu Ruhestörungen käme

Durch Aufnahme eines Untermieters wäre die Wohnung überbelegt.

Beispiel: Anna lebt alleine in einem Appartement in Berlin, das nur eine Wohnfläche von 15 Quadratmetern aufweist. Um weniger für die Miete aufwenden zu müssen, möchte sie einen Untermieter aufnehmen. Laut aktueller Rechtslage muss in Berlin für jeden Bewohner mindestens eine Fläche von 9 Quadratmetern zur Verfügung stehen – ihr Vermieter untersagt die Untervermietung.

Der Vermieter hat einen sonstigen wichtigen Grund, der Untervermietung zu widersprechen.

Beispiel: Jana trennt sich von ihrem Mann, der kurz darauf aus der gemeinsamen Wohnung auszieht. Sie möchte nun Gerda als Untermieterin aufnehmen. Gerda hat vor, in ihrem Zimmer kostengünstige Massagen anzubieten. Da dies nicht dem eigentlichen Zweck der Wohnung entspricht, nämlich der privaten Bewohnung, erlaubt der Vermieter die Untervermietung nicht.

Mein Vermieter weiß nicht, dass ich einen Untermieter aufgenommen habe – was droht mir, wenn er von der Untervermietung erfährt?

Bekommt Dein Vermieter erst nach längerer Zeit mit, dass Du die Wohnung untervermietest, kann er das Mietverhältnis kündigen, wenn er die Untervermietung nicht erlaubt. Er muss Dir allerdings erst eine Frist setzen und Dir die Möglichkeit geben, das Untermietverhältnis aufzulösen. Kommst Du dem nicht nach, musst Du mit einer Kündigung rechnen. Unter bestimmten Umständen haben Vermieter in einem solchen Fall auch das Recht, Schadenersatz vom Mieter zu fordern.

Du solltest also bestenfalls mit Deinem Vermieter abklären, ob die Untervermietung erlaubt ist.

Gibt es sonst etwas, das ich beachten muss?

Verlangt der Vermieter einen Untermietzuschlag von Dir, muss er hierfür einen Grund nachweisen (z. B. stark erhöhte Abnutzung der Wohnung durch den Untermieter). Eine solche Erhöhung der Miete solltest Du genau prüfen.

Warum sollte ich mir jetzt einen Rechtsanwalt nehmen?

Ein Rechtsanwalt weiß, wann eine Untervermietung erlaubt ist. Versagt Dir Dein Vermieter die Aufnahme eines Mitbewohners, kann ein Jurist die Sachlage also genau prüfen und feststellen, ob die Untervermietung erlaubt ist oder nicht.

Bei FragRobin erhältst Du eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung bei einem unserer Partner-Anwälte in Deiner Nähe. Ruf uns einfach unter unserer gebührenfreien Hotline an:  0800 800 30 08 (Mo.-Fr. 9:30-18:30 Uhr)

Die Themen könnten Dich auch interessieren

Schönheitsreparatur

Maklerprovision

Bekannt aus: