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Architektenhaftung

Prüfe jetzt, wie Du dagegen vorgehen kannst!

Der haftbare Architekt: Efeu ist keine Mängelbeseitigung

Im Rahmen der individuellen Immobiliengestaltung werden häufig Architekten mit der Planung beauftragt. Als Experte begleitet er die verschiedenen Bauphasen und versucht die Wünsche des Bauherren korrekt umzusetzen. Inhaltlich befasst sich der Raumplaner mit der gestalterischen, wirtschaftlichen sowie technischen Planung. Bei dem Begriff des Architekten handelt es sich nicht um einen berufsständischen Ausdruck. Der Architektenvertrag kann durchaus auch mit einer Person geschlossen werden, die lediglich Architektenleistungen erbringt, ohne einen Architektenabschluss vorweisen zu können. Nichtarchitekten sind allerdings dazu verpflichtet, den Auftraggeber darüber frühzeitig in Kenntnis zu setzen. Versäumt er diese Pflicht, kann der Bauherr den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen, sobald er davon Kenntnis nimmt. Der Architektenvertrag wird zwischen dem Architekten (bzw. Nichtarchitekten) und dem Bauherren über vergütungspflichtige Architektenleistungen geschlossen.

Möglicherweise ist in Deinem persönlichen Fall bereits streitig, ob tatsächlich schon ein Vertrag geschlossen worden ist. Voneinander abzugrenzen sind insbesondere die Akquise, der Vorvertrag und erst zum Schluss der Architektenvertrag. Obwohl der Architekt bereits erhebliche Vorarbeiten geleistet hat, kann diese Tätigkeit unter Umständen als Werbung interpretiert werden. Falls der Planer nunmehr Geld von Dir fordert, wird er seinen nicht entstandenen Anspruch kaum durchsetzen können. Zahle daher bitte keinen Cent, wenn Du Dir unsicher bist überhaupt einen Vertrag abgeschlossen zu haben über die konkret erbrachten Leistungen des Architekten.

Hilfe, mein Architekt arbeitet schlecht und teurer als vereinbart: Was kann ich tun?

Selbstverständlich sind Deine Ansprüche nicht ausgeschlossen, wenn Du keinen spezialisierten Rechtsanwalt vor Unterzeichnung des Vertrages aufgesucht hast. Im Wesentlichen kann sich der Vertrag mit dem Architekten aus drei verschiedenen Leistungsgruppen zusammensetzen:

 

  • Grundleistungen, die aus 9 Leistungsphasen bestehen können,
  • Besondere Leistungen und
  • Zusätzliche Leistungen.

 

Jeder Vertrag ist anders, sodass eine individuelle Einzelfallprüfung unerlässlich ist. Der Archtiekt kann lediglich diejenigen Leistungen abrechnen, die sich aus der Vereinbarung ergeben. Beruft er sich beispielsweise bei seiner Abrechnung auf mündliche Absprachen, ist ein solches Vorgehen nicht wirksam. Welche Leistungen konkret vereinbart worden sind, ergibt sich ausschließlich aus dem Vertrag. Zudem sind Architekten an die gesetzliche Vergütungstabelle gebunden (Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen, HOAI). Das Team von FragRobin vermittelt Dir bei einem Problem einen spezialisierten Architektenrecht Rechtsanwalt, der Dich umfassend über Leistungspflichten und Vergütungsforderungen des Architekten aufklärt.

Wesentlicher Prüfungspunkt ist in diesen Fällen die Architektenhaftung.

Wann haftet ein Architekt und was beinhaltet die Architektenhaftung?

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Haftungsfällen eines Bauplaners. Typische Pflichtverletzungstatbestände sind unter anderem:

  • Unwirtschaftliche Planung
  • Missachten von Fördermitteln
  • Steuerrechtliche Angelegenheiten
  • Fehler bei Ausschreibung sowie Vergabe
  • Fehler bei der Gestaltung des Vertrages
  • Fehler bei der Abnahme
  • Fehler bei der Rechnung
  • Fehler bei der Planung des Tragwerks
  • Unterlassene Hinweispflichten.

Die Gemeinsamkeit dieser Fälle besteht darin, dass die Bausumme zum Nachteil des Bauherren überschritten wird. Es gibt aber noch weitere Pflichtverletzungen, weswegen der Architekt beansprucht werden kann. Das sind beispielsweise:

  • Ausschreibungsfehler,
  • Koordinierungsfehler,
  • fehlerhafte Verdingungsunterlagen oder
  • Mangelhafte Bedarfsberatung und Kostenermittlung.

Bereits diese Haftungsrisiken verdeutlichen, dass es sich um eine sehr weitläufige Materie handelt. Bei einem Baumangel muss die Haftungsfrage des beauftragten Architekten unabhängig von der Leistung eines tätigen Bauunternehmers gesondert geprüft werden. Bei einem Planungsfehler des Architekten kann der Mangel beispielsweise dadurch in dem Bauwerk entstanden sein. Daher kann er auch auf Schadensersatz verklagt werden. Dennoch sollte gerade bei solchen Fehlleistungen das mitverantwortliche Bauunternehmen nicht außer Acht gelassen werden. Der Bauplaner haftet in diesem Fall nämlich nicht automatisch für die Kosten, die für eine Nachbesserung aufgewendet werden müssen. Für Beratungs- und Aufklärungsfehler kann der Architekt in Anspruch genommen werden. Wurde er zudem mit der Objektüberwachung betraut, ergeben sich möglicherweise noch weitere Ansprüche. Hierbei geht es nicht nur darum, die fachgerechte Ausführung zu kontrollieren. Vielmehr ist auch die zeitliche Koordinierung von dem Fachmann / der Fachfrau zu beachten.

Wie lange habe ich Zeit, einen Fehler geltend zu machen?

Gemäß § 634a Abs. 1 Nr.2 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) hast Du bei einem Bauaufsichts- oder Planungsfehler eine 5-Jahres-Frist einzuhalten. Die Frist beginnt mit der Abnahme des Bauwerks. Handelt es sich demgegenüber nicht um ein Bauwerk, sondern lediglich um ein Werk, das hergestellt, gewartet oder verändert werden soll, beträgt die Gewährleistungsfrist nur zwei Jahre. Abgenommen ist ein Werk, wenn die geschuldete Leistung gebilligt wird. Das ist regelmäßig der Fall, wenn die Schlussrechnung bezahlt wird. Der Architekt wird den Abnahmezeitpunkt bei seinen Ausführungen wahrscheinlich vorverlegen, falls dadurch Verjährung eingetreten sein könnte. Insofern solltest Du rechtzeitig einen Rechtsanwalt / eine Rechtsanwältin mit Deinem Problem kontaktieren.

Muss ich den Beweis dafür erbringen, dass ein Fehler vorliegt?

Bei Fehlern und Mängeln wird der Architekt ihr Vorliegen in der Regel leugnen. Damit der Anspruch dennoch durchgesetzt werden kann, musst Du Deine Ansprüche nicht nur darlegen, sondern auch beweisen. Bei der Darlegung wird der tatsächliche Sachverhalt geschildert, der den Anspruch begründen soll. Hast Du mit dem Architekten beispielsweise eine Baukostenobergrenze vereinbart, an die er sich nunmehr nicht halten möchte, schilderst Du den tatsächlichen Vorgang. Im nächsten Schritt ist die Vereinbarung zu beweisen. Der Beweis kann beispielsweise durch den Vertrag, andere Schriftstücke oder auch durch Zeugen erbracht werden. Im Zivilrecht muss immer derjenige die Tatsachen vortragen und beweisen, der dadurch einen Vorteil erlangen kann. Beruft sich der Architekt in einem Verfahren allerdings zum Beispiel darauf, dass der von Dir gerügte Mangel auch auf andere Art und Weise entstanden sein kann, muss er diesen Vortrag selbst beweisen. Du bist nicht verpflichtet, seine Aussage zu entkräften. Welche Beweismittel bei Gericht besonders erfolgreich sind, wird Dein Rechtsbeistand mit Dir anhand Deines Einzelfalls besprechen.

Probleme mit dem Architekten: Wir haben die ideale Lösung für Dich!

Juristische Laien empfinden das Architektenrecht aus nachvollziehbaren Gründen als komplex und tückisch. Solltest Du mit Deinem beauftragten Architekten auch nur ansatzweise ein Problem haben, bieten wir Dir eine kostenfreie und unverbindliche Ersteinschätzung mit einer qualifizierten Rechtsanwältin bzw. einem Rechtsanwalt unseres Netzwerkes an.

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