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Architektenvertrag

Das sind Deine Rechte: Was Du über einen Architektenvertrag wissen musst!

Wo ist der Architektenvertrag gesetzlich geregelt?

Du findest den Architektenvertrag nicht ausdrücklich im Gesetz. Letztlich ist dieser jedoch ein Werkvertrag im Sinne des § 631 BGB. Der Vertrag dient der Leistungsbeschreibung zwischen einem Bauherrn und dem jeweiligen Architekten. Es gibt keine besonderen Formvorschriften, die bei der Schließung des Vertrags zwingend eingehalten werden müssen.

Welche Vertragsparteien vereinbaren einen Architektenvertrag?

Zwischen Bauherrn und Architekt kommt in der Regel ein Architektenvertrag zustande. Als Bauherr wird derjenige bezeichnet, welcher die Erstellung des Hauses oder die konkrete Erbringung von Architektenleistungen in Auftrag gibt. Der Architekt muss nicht zwingend als solcher arbeiten. Wenn Du mit einem Ingenieur zusammenarbeitest, kommt zwischen Dir als Bauherrn und Deinem Gegenüber auch ein Architektenvertrag zustande.

Jedoch sollte von Anfang an klar sein, ob Dein Vertragspartner Architekt ist oder nicht. Gehst Du zunächst davon aus und stellt sich der Irrtum erst später heraus, kannst Du den Architektenvertrag kündigen.

Was wird regelmäßig in einem Architektenvertrag geregelt?

Innerhalb des Vertrags wird die Erbringung der Architektenleistungen konkretisiert. Je nachdem, ob Du Deinen Architekten vollumfänglich beauftragst oder nur einen Teil von ihm erledigen lässt, werden die Leistungen des Architekten bestimmt.

Bei einer kompletten Planung beinhaltet der Vertrag in der Regel folgende Inhalte:

  • die Planung des Vorentwurfs
  • die Überarbeitung und Erstellung eines Entwurfs
  • die Konkretisierung mit einer Prognose zur Realisierbarkeit
  • die Bauleitung während des gesamten Projekts
  • der Abschluss mit anschließender Übergabe

Selbstverständlich ist in einem Architektenvertrag der Leistungsumfang konkret angegeben. Du kannst Deinen Architekten alternativ auch für jeden einzelnen Arbeitsschritt engagieren.

Die Abgrenzung zum Architektenvertrag ist nicht immer ganz einfach. Wenn Du beispielsweise nur unverbindlich einige Fragen stellst, stellt dies noch keinen Vertrag dar. Der Architekt kann logischerweise auch keine Vergütung von Dir verlangen.

Erstellt er hingegen erste Pläne, ist die Abgrenzung zum Architektenvertrag etwas schwieriger.

Hierfür wird in der Regel eine Geldleistung fällig, sodass Du vielleicht bereits einen Architektenvertrag abschließt, ohne es zu wissen.

Was ist eine Architektenvollmacht?

Damit Du auf die Leistungen eines Architekten zurückgreifen kannst, musst Du diesen mit einer gewissen Vollmacht ausstatten. Der Umfang richtet sich danach, inwieweit Du selbst am Bau beteiligt werden möchtest oder ob Du die Verantwortung in die Hände des Architekten Deines Vertrauens abgibst.

Bei einem Standardvertrag ist es üblich, dass der Architekt die meisten Aufgaben selbst erledigen kann. Hätte er keine Vollmacht, so müsste er stets bei Dir als Bauherrn anrufen und sich Dein „Okay“ holen.

Was ist die HOAI?

Die HOAI bezeichnet die Verordnung über die Honorare für Ingenieure und Architekten. Wenn im Architektenvertrag der Leistungsumfang geregelt ist, so muss dieser den Werten, die in der Honorarordnung festgelegt sind, entsprechen.

Ist dies nicht der Fall, so besteht unter Umständen die Möglichkeit der Aufhebung des Architektenvertrags.

Wann und warum ist es sinnvoll, einen Architektenvertrag zu schließen?

Steht ein Bauprojekt an, solltest Du stets einen Architektenvertrag abschließen. Dieser sichert Dich ab, falls etwas schiefgeht. Zwar bleibt dies nicht zu hoffen, doch es ist deutlich einfacher, Rechte geltend zu machen, wenn ein entsprechender Vertrag geschlossen wurde.

Im Prinzip ist der Abschluss eines Vertrags zu jedem Zeitpunkt sinnvoll. Solltest Du Dir unsicher sein, ob Du einen solchen Vertrag unterschreiben sollst, kannst Du gerne einen der erfahrenen Rechtsanwälte unseres Netzwerks kontaktieren.

Kann man diesen Vertrag auch mündlich schließen?

Es gibt für den Abschluss eines Architektenvertrags grundsätzlich keine Formvorschriften, die Du einhalten müsstest. Daher kannst Du den Vertrag im Prinzip auch mündlich schließen. Allerdings stehst Du, wenn es Probleme gibt, meist ziemlich alleine dar.

Es ist immer schwer, etwas nachzuweisen, ohne dass es einen schriftlichen Vertrag gibt. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um komplexe Klauseln handelt. So kannst Du beispielsweise auch besondere Leistungen - wie etwa das Erarbeiten eines detaillierten Modells oder aber die Mitwirkung beim Einholen von Genehmigungen - regeln.

  • Wenn der Mindest- oder Höchstsatz der Honorarvereinbarung (HOAI) unter- oder überschritten wird, muss dies schriftlich festgehalten werden.
  • Gleiches gilt für die Vereinbarung von einer Nebenkostenpauschale.
  • Ebenfalls schriftlich ist festzuhalten, wenn ein Zuschlag für einen Umbau gezahlt werden soll (dieser ist in einem Bereich von bis 50 % durchaus üblich).

Was kann ich bei Verstößen gegen den Vertrag tun?

Bei einer Vertragsverletzung kommt es auf die Schwere an. Geht es um eher geringfügige Punkte, steht Dir unter Umständen ein Anspruch auf Schadenersatz zu. Bei der Missachtung maßgeblicher Punkte kannst Du den Architektenvertrag kündigen. In der Regel gibt es innerhalb des Vertrags genaue Klauseln, wann eine Kündigung möglich ist.

Wenn Du einen Vertrag kündigen möchtest, achte darauf, dass Du vielleicht dennoch Zahlungen leisten musst.

Da es oft um hohe Summen geht, lohnt sich der frühzeitige Weg zum Anwalt Deines Vertrauens.

Falls es soweit kommt, dass Du gar nicht mehr mit Deinem Architekten zusammenarbeiten möchtest, kommt auch die Aufhebung des Architektenvertrags infrage.

In diesem Fall wirst Du so gestellt, als hätte es den Vertrag nicht gegeben. Das muss nicht zwingend gut für Dich sein, sodass Du Dir dies genau überlegen solltest.

Hast Du noch weitere Fragen in diesem schwierigen Themenfeld, nutze die Gelegenheit und kontaktiere einen der Partneranwälte unseres Netzwerks. Gerne helfen wir Dir im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung weiter.

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