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Du wurdest mit Alkohol am Steuer erwischt?

Prüfe jetzt, was zu tun ist!

Du hast einen Bußgeldbescheid erhalten? Was Du jetzt tun solltest!

Wie schnell wirkt Alkohol?

Wie sich die getrunkene Menge an Alkohol auf das Fahrverhalten auswirkt, ist von mehreren Faktoren abhängig. Grundsätzlich reagiert jeder Mensch auf die gleiche Menge an Alkohol unterschiedlich. Dabei spielen bereits während des Alkoholverzehrs mehrere Kriterien eine Rolle, wie schnell und in welcher Konzentration der Alkohol ins Blut gelangt. Hier einige dieser Kriterien:

  • In welchem Zeitraum werden die alkoholischen Getränke getrunken?
  • Wie viel Nahrung wurde zuvor oder wird während des Trinkens aufgenommen? Grundsätzlich gilt: Je geringer die Nahrungsaufnahme, desto schneller geht der Alkohol in den Blutkreislauf über.
  • Körpergewicht und Größe
  • Individuelle Kriterien wie zum Beispiel die Einnahme von Medikamenten oder organische Probleme.

Unabhängig von diesen Faktoren solltest Du wissen, dass die höchste Blutalkoholkonzentration ungefähr eine Stunde nach dem letzten alkoholischen Getränk messbar ist.

Welche Auswirkungen hat Alkohol auf die Fahrtüchtigkeit?

Wenn ein Autofahrer sich dazu entschließt, trotz vorherigem Alkoholgenuss noch zu fahren, stellt er häufig eine Gefahr im Straßenverkehr dar. Denn Alkohol wirkt sich negativ auf das Fahrverhalten aus. Typische Effekte von Alkoholgenuss sind:

  • Verlangsamtes Reaktionsvermögen
  • Das körperliche Befinden wird unter Umständen durch Übelkeit oder Kreislaufprobleme beeinträchtigt
  • Die Konzentrationsfähigkeit reduziert sich deutlich
  • Alkohol schränkt die Sehleistung ein

All diese Beeinträchtigungen stellen im Straßenverkehr ein hohes Risiko für den Fahrzeugführer, seine Mitfahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer dar.

Wie hoch sind die Promillegrenzen in Deutschland?

Alkohol am Steuer: Wer Alkohol trinkt und fährt, muss mit Strafen rechnen

Obwohl sich das Auto bereits in den 1950er-Jahren langsam zum Massenverkehrsmittel entwickelte, durften Autofahrer in Deutschland bis Juni 1973 vor und während des Autofahrens Alkohol ziemlich viel trinken. Denn von 1953 bis 1973 durfte ein Autofahrer einen Blutalkoholspiegel von bis zu 1,5 Promille aufweisen. Und dem nicht genug wurde er nur dann bestraft, wenn er unter entsprechend hohem Alkoholeinfluss einen Unfall verursachte. Erst im Juli 1973 wurde eine 0,8 Promillegrenze eingeführt. Zugleich wurden drakonische Strafen bei Überschreitung dieser Grenze eingeleitet.

Das aktuelle Verkehrsrecht sieht momentan folgende Promillegrenzen vor:

  • Unter 21 und in der Probezeit herrscht absolutes Alkoholverbot für Autofahrer. Hier heißt es, dass ein Auto nur mit 0,0 Promille gefahren werden darf.
  • Bei einem Alkoholverstoß während der Probezeit droht Dir die Anordnung eines kostspieligen Aufbauseminars samt Probezeitverlängerung um zwei Jahre.

Diese beiden Regelungen zeigen, dass eine Person mindestens 21 Jahre sein muss, bevor sie Alkohol zu sich nimmt und danach Auto fährt. Zudem darf sich die Person nicht mehr in der Probezeit befinden.

Die Bewertung der jeweiligen Promillegrenzen durch das Verkehrsrecht sieht folgendermaßen aus:

  • Bis 0,5 Promille: keine Ordnungswidrigkeit
  • 0,5 bis 1,09 Promille: Ordnungswidrigkeit
  • Ab 1,1 Promille: Straftat
  • Ab 1,6 Promille: Straftat und medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)

Da es sich bei diesen Werten ausschließlich um allgemeine Richtgrenzen handelt, kann auch ein niedrigerer Blutalkoholspiegel schwere Konsequenzen haben. Im Falle eines Unfalls, körperlichen oder psychischen Ausfallerscheinungen oder einer festgestellten Fahrunsicherheit reichen bereits 0,3 Promille, um zumindest Bußgeld bezahlen zu müssen. Vor allem bei der Verursachung eines Unfalls drohen bei 0,3 Promille im äußersten Fall zusätzlich der Führerscheinentzug oder sogar eine Freiheitsstrafe.

Ist dies der Fall, sollte auf jeden Fall unmittelbar nach Erhalt eines Bußgeldbescheides ein Anwalt kontaktiert werden. Bei Frag Robin ist die Erstberatung durch einen Anwalt für Verkehrsrecht kostenlos.

Wie hoch ist das Bußgeld für Alkohol am Steuer?

Der Bußgeldkatalog 2017 enthält folgende Sanktionen für das Fahren mit Alkohol. Diese Regelungen gelten ausschließlich für Fahrer ab 21, die sich nicht mehr in der Probezeit befinden.

Wirst Du das erste Mal mit einem Promillewert zwischen 0,5 und 1,09 im Straßenverkehr erwischt, drohen Dir 2 Punkte, 500 Euro Bußgeld und 1 Monat Fahrverbot. Wirst Du bereits das zweite Mal mit einem Promillewert zwischen 0,5 und 1,09 erwischt, drohen Dir 2 Punkte, 1.000 Euro und 3 Monate Fahrverbot. Beim 3. Mal mit einem Promillewert zwischen 0,5 und 1,09 drohen Dir 2 Punkte, 1.500 Euro und ein Fahrverbot von 3 Monaten.

Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille musst Du mit 3 Punkten in Flensburg, einer Freiheits- oder Geldstrafe und einem Fahrverbot rechnen. Dieses kann zwischen 6 Monate und 5 Jahre betragen oder sogar dauerhaft sein.

Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille musst Du mit 3 Punkten, einer Freiheits- oder Geldstrafe und einem Fahrverbot, das von Fall zu Fall variiert, rechnen. Außerdem droht Dir eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU).

Alkohol am Steuer - Punkte in Flensburg, Bußgeld, Fahverbot

Mit welchen Strafen muss ich in der Probezeit rechnen?

Du befindest Dich in der Probezeit und/oder bist unter 21 Jahre alt? Dann gilt für Dich die sogenannte Null-Promillegrenze. Das heißt, für Dich als Fahranfänger ist das Autofahren unter Alkoholeinfluss komplett verboten - Du darfst also keinen Tropfen Alkohol zu Dir nehmen, wenn Du fahren möchtest.

Diese Regel wurde eingeführt, weil die Zahl der Verkehrsunfälle bei jungen Menschen unter Alkoholeinfluss vergleichsweise hoch gewesen ist. Als Fahranfänger unter 21 wirst Du bei Verstößen nicht nur mit den Sanktionen bestraft, die der Bußgeldkatalog für alle Autofahrer vorsieht -  ein Bußgeld von 250 Euro -, sondern musst mit weiteren Sanktionen rechnen. Es gibt einen Punkt allein für das Fahren unter Alkoholeinfluss - auf eine bestimmte Grenze kommt es nicht an. Überschreitest Du dazu noch die 0,5 Promillegrenze, droht zusätzlich die übliche Strafe von einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot. Ein Verstoß gegen die Null-Promille-Regel in der Probezeit gilt zudem als ein sogenannter A-Verstoß, also einem schweren Vergehen. Als A-Verstoß gelten beispielsweise die folgenden Verstöße: Rote Ampel überfahren, Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 20 km/h (innerorts oder außerorts), unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.

Bereits beim ersten A-Verstoß verlängert sich Deine Probezeit um zwei Jahre - zusätzlich musst Du an einem Aufbauseminar teilnehmen. Beim zweiten A-Verstoß in der Probezeit - also beispielsweise einem zweiten Alkoholverstoß innerhalb der verlängerten Probezeit - droht Dir dann die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung (MPU). Beim dritten A-Verstoß in der Probezeit - also beispielsweise einem dritten Alkoholverstoß - wird Dir Deine Fahrerlaubnis entzogen.

Hier eine Übersicht über die Sanktionen für Fahrer in der Probezeit bzw. Fahrer unter 21:

TatbestandBußgeldPunkteFahrverbot
0,0-Promillegrenze nicht eingehalten250 Euro1
1. Mal 0,5-Promillegrenze nicht eingehalten500 Euro21 Monat
2. Mal 0,5-Promillegrenze nicht eingehalten1000 Euro23 Monate
3. Mal 0,5-Promillegrenze nicht eingehalten1.500 Euro23 Monate

Dürfen Radfahrer unter Alkoholeinfluss fahren?

Vor allem Radfahrer, die im Besitz eines Führerscheins sind, müssen mit Alkohol am Lenker ausgesprochen vorsichtig sein. Für Radfahrer gilt zwar eine Obergrenze von 1,59 Promille. Verhalten sie sich jedoch bereits mit weniger Alkohol im Blut auffällig, stellt dies ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit und eine Straftat dar. Ab 1,6 Promille - oder wenn Fahrradfahrer einen Unfall verursachen auch früher - drohen der Führerscheinentzug, die Anordnung einer MPU, eine Freiheits- oder Geldstrafe und drei Punkte in Flensburg. Es kann auch ein lebenslanges Fahrrad-Fahrverbot verhängt werden.

Lohnt es sich, gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einzulegen?

Bei einem erfolgreichen Widerspruch wird der Bußgeldbescheid aufgehoben und es entfallen alle Strafen aus dem Bußgeldbescheid. Ob es sich lohnt, einen Widerspruch zu erheben, hängt immer ganz von den Umständen ab. Bei einem unüberlegten Widerspruch können Dir bei Ablehnung weitere Kosten entstehen, die Du zusätzlich zu dem Bußgeld zu zahlen hättest. Dazu kann sich das Bußgeld oder die Strafe auch noch erhöhen - eine sogenannte Verböserung im Widerspruchsverfahren. Ein Widerspruch sollte daher gut überlegt sein und auf guten Gründen beruhen.

Es ist aber häufig möglich, einen erfolgreichen Widerspruch einzulegen. Bei einer Alkoholkontrolle können den Beamten Fehler unterlaufen, die zu einem Verwertungsverbot der Messung führen können - der Bußgeldbescheid kann dann aufgrund von Beweismangel aufgehoben werden.

Wie reagiere ich beim Erhalt eines Bußgeldbescheids richtig?

Droht Dir wegen Alkohol am Steuer oder am Fahrradlenker der Verlust der Fahrerlaubnis, ist die Unterstützung durch einen Anwalt unverzichtbar. Als Spezialist für Verkehrsrecht ist er in der Lage, eine mögliche Unverhältnismäßigkeit festzustellen. Dies gilt vor allem für Autofahrer, die ihren Führerschein für die Ausübung ihres Berufs benötigen und für die der Entzug der Fahrerlaubnis existenziell bedrohliche Konsequenzen hat.

Bekommst Du einen Bußgeldbescheid mit der Androhung des Entzugs der Fahrerlaubnis, setzt Du Dich im Idealfall sofort mit einem Anwalt für Verkehrsrecht in Verbindung. In der kostenlosen Erstberatung, die FragRobin Dir ermöglicht, erhältst Du alle wichtigen Informationen zur weiteren Vorgehensweise und erfährst, wie Deine Chancen in Bezug auf den Erhalt der Fahrerlaubnis stehen. Ruf uns einfach unter unserer gebührenfreien Hotline an: 0800 800 30 08 (Mo-Fr 9:30-18:30 Uhr).

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