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Branchenbuch Abzocke

So kannst Du dagegen vorgehen!

Hilfe, ich bin Opfer einer Branchenbuch Abzocke geworden! Das ist zu beachten

Branchenbücher sind grundsätzlich eine hervorragende Möglichkeit, damit der Kontakt zwischen Unternehmer und seinem Kunden zustande kommt. Es handelt sich dabei um spezielle Verzeichnisse, wie zum Beispiel die gelben Seiten oder das regionale Telefonbuch, wo der Unternehmer seine gewerblichen Kontaktdaten hinterlegen kann. Insbesondere die Digitalisierung hat dazu geführt, dass immer mehr Branchenbücher online geführt werden. Diese Technik nutzen vor allem vermehrt ausländische Anbieter, deren Geschäftsmodell darin besteht, gutgläubige Unternehmer abzuzocken. Vordergründig bieten sie einen scheinbar wirkungsvollen Eintrag in einem weiteren Branchenbuch an. Marketing lebt schließlich von der Bekanntheit eines Unternehmens. Im Kleingedruckten zeigt sich dann aber häufig, mit welcher betrügerischen Energie die Betreiber tatsächlich vorgehen. Die Opfer eines Betrügergeschäfts werden in der Regel über zwei verschiedene Wege geködert:

  • Variante 1: Der schriftliche Kontakt. Bei dieser Betrugsmasche soll das Opfer schriftlich ins Branchenbuch eingetragen werden. Zu diesem Zweck erhalten Gewerbetreibende und Freiberufler ein sogenanntes Korrekturformular. Darin werden sie aufgefordert, die hinterlegten Daten zu prüfen, um sie bei Bedarf gleich noch zu aktualisieren. Das Formular erinnert an ein behördliches Schreiben, sodass auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen ist, was der Kunde mit seiner Unterschrift tatsächlich eingeht. Er glaubt, dass er mit der Unterzeichnung die Richtigkeit seiner Angaben bestätigen soll. Tatsächlich handelt es sich aber um ein Vertragsangebot, das mit der Unterschrift angenommen wird. Diesen Hinweis haben die Betrüger irgendwo im Kleingedruckten versteckt. Der Vertrag hat meistens eine mehrjährige Laufzeit, wobei Kosten von mehr als 500 € pro Jahr üblich sind. Alternativ verschicken die Branchenbuchunternehmer unaufgefordert Schreiben, die wie eine Rechnung aufgebaut sind. Die meisten Unternehmer sind der Ansicht, dass sie den Rechnungsbetrag tatsächlich bezahlen müssen. Durch die Zahlung haben sie das Vertragsangebot allerdings erst angenommen. Denn hinter der Rechnung steckt in Wirklichkeit nur ein Angebot auf Abschluss eines Vertragsverhältnisses. Sobald der Betrag überwiesen worden ist, wird die zweite Rechnung nicht lange auf sich warten. Denn auch diese Verträge sind auf mehrere Jahre angelegt, wobei eine sehr hohe Prämie vom Unternehmer zu zahlen ist.
  • Variante 2: Das Telefongespräch. Die Betreiber der Datenbanken schrecken auch nicht davor zurück, den persönlichen Kontakt per Telefon zu suchen. Bewusst informieren die Abzocker den ahnungslosen Gesprächspartner nicht über den tatsächlichen Hintergrund. Mit diversen Tricks versuchen sie, einen Vertrag am Telefon abzuschließen. Der Gewerbetreibende oder Freiberufler soll durch die Eintragung in ein Adressverzeichnis, Firmenregister oder Branchenbuch von den Vorteilen profitieren. Dass es sich in Wirklichkeit um einen kostspieligen Vertrag handelt, wird selbstverständlich verschwiegen.

Du bist Opfer von Abzocker geworden? Das kannst Du tun

Bist Du betrogen worden, möchtest Du natürlich auch wissen, wie Du weiter vorgehen kannst. Zu unterscheiden sind zwei Szenarien. Hast Du den Vertrag noch nicht unterschrieben, kannst Du ihn zunächst von einem unserer spezialisierten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte prüfen lassen. Als Unternehmer möchtest Du Dich sicherlich nicht stundenlang mit dem Kleingedruckten auseinandersetzen. Diese Zeit fehlt Dir letztendlich für die eigentlichen betrieblichen Aufgaben. Wurde Dir eine vermeintliche Rechnung zugestellt, bezahlst Du den Betrag nicht. Das Branchenbuchunternehmen hat keinen Anspruch auf diese Zahlungen, zumal der Vertragsschluss in der Regel davon abhängt. In den meisten Fällen haben Betroffene den Betrag bereits überwiesen oder das scheinbare Korrekturformular unterschrieben an den Absender zurückgeschickt. In diesem Fall raten wir Dir dringend dazu, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Situation ist nicht ausweglos, sodass sich die Prüfung Deines individuellen Einzelfalls lohnen kann. Für Unternehmer gelten im Vergleich zu Verbrauchern aber einige Besonderheiten, die bei einem schlüssigen Verfahren beachtet werden müssen. Falls es hart auf hart kommt, führen unsere Partneranwälte für Dich auch die Klage bei einer Branchenbuch Abzocke. Das entlastet den Kopf, sodass Du die Zeit besser in Dein Unternehmen investieren kannst. Falls Du Opfer eines Betrügergeschäfts geworden bist, ist es in den meisten Fällen lohnenswert, sich dagegen zu wehren. Diese Chance solltest Du Dir unter gar keinen Umständen entgehen lassen.

Wie umgehe ich die Falle der Abzocke?

Um einer Abofalle vorzubeugen, sollten die Unterlagen des jeweiligen Anbieters genau geprüft werden. Falls Du in die Situation geraten bist, eine vermeintlich bestehende Forderung bereits bezahlt zu haben, wobei dadurch erst der Vertrag geschlossen worden ist, musst Du Dich keineswegs dafür verstecken. Die betrügerische Absicht hat nur deswegen erfolgt, weil die unseriösen Anbieter sehr kreativ sind. Für Laien ist es häufig sehr schwierig, die schwarzen Schafe der Branchen zu erkennen. Der Schaden, der durch die Betrüger angerichtet wird, ist kaum noch zu beziffern. Insofern Dir das Schreiben noch vorliegt, solltest Du einige Punkte genauestens prüfen.

  • Zunächst kannst Du den Anbieter selbst überprüfen. In Deutschland werden die wichtigsten Branchenverzeichnisse von verschiedenen Telefonbuchverlagen betreut. Das ist zum Beispiel die Deutsche Telekom.
  • Im zweiten Schritt solltest Du erst einmal prüfen, welche Verzeichnisse Du bereits nutzt. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Dir ein Korrekturformular zugeschickt worden ist. In diesem Fall wirst Du schnell erkennen, dass die vorgespielte Korrektur gar nichts mit den tatsächlichen Verhältnissen zu tun hat.
  • Möglicherweise erweckt der Anbieter den Anschein, dass es sich um ein behördliches Verzeichnis handelt. Hier solltest Du ganz genau auf den Namen des Anbieters achten. In der Vergangenheit hat beispielsweise die "Gewerbeauskunft-Zentrale" massenweise Scheiben an ahnungslose Unternehmer verschickt. Viele Betroffene sind auf diesen Trick hereingefallen, da sie dahinter ein amtliches Gewerberegister vermutet haben.
  • Dasselbe gilt für bewusst gewählte Namensähnlichkeiten. Das "Gelbe Branchenbuch" hat nichts mit den "Gelben Seiten" gemeinsam. Dieser Anbieter wirbt damit, das größte Onlinebranchenbuch in Deutschland zu sein. Der Slogan "aus gelb wird blau" verstärkt noch den Eindruck, dass es sich um die bekannten "Gelben Seiten" handelt. Ein Blick in das Impressum zeigt allerdings, dass es sich um kein seriöses Unternehmen handeln kann. Hier werden die Pflichtangaben nicht genannt, was zumindest immer ein Zeichen für gerechtfertigte Skepsis ist. Bei einer online Recherche zeigt sich schnell, dass auch die Polizei vor diesem Anbieter warnt.
  • Weitere Informationen über die Seriosität eines Angebotes findest Du immer im Kleingedruckten. Die Formulierung ist dabei bewusst häufig derart kompliziert gewählt, dass viele Unternehmer irgendwann die Motivation verlieren sollen, die einzelnen Abschnitte weiter zu prüfen.
  • Weitere Informationen über die Seriosität eines Angebotes findest Du immer im Kleingedruckten. Die Formulierung ist dabei bewusst häufig derart kompliziert gewählt, dass viele Unternehmer irgendwann die Motivation verlieren sollen, die einzelnen Abschnitte weiter zu prüfen.

Wie kann ich mich nach der Branchenbuch Abzocke wehren?

Es sollte absolut selbstverständlich sein, sich gegen die betrügerischen Absichten der Anbieter zur Wehr zu setzen. Eine Besonderheit bei Unternehmern besteht darin, dass sie kein gesetzliches Widerrufsrecht haben. Der Gesetzgeber begründet das damit, dass Gewerbetreibende und Freiberufler tagtäglich mit finanziellen, wirtschaftlichen und vertraglichen Angelegenheiten konfrontiert sind. Im Gegensatz zum Verbraucher steht ihnen daher kein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Ausnahme: Der Vertragspartner hat eine Muster-Widerrufsbelehrung zum Vertragsgegenstand gemacht und den Inhalt nicht auf Verbraucher beschränkt.

Die Frage ist aber ohnehin, ob überhaupt ein Vertrag zustande gekommen ist, obwohl Du bereits ins Branchenbuch eingetragen worden bist. Nur ein wirksamer Vertrag kann überhaupt widerrufen werden. Das wird im Regelfall bereits daran scheitern, dass der Betroffene gar nicht gewusst hat, was er eigentlich mit seiner Unterschrift oder der Zahlung eines vermeintlichen Rechnungsbetrages veranlasst. Ein Vertrag kann nur dann zustande kommen, wenn die Vertragsparteien ihren Willen übereinstimmend erklären. Nicht umsonst nutzen die Betrüger namensähnliche Identitäten. Ein wirksamer Vertragsschluss wird daher regelmäßig auch wegen arglistiger Täuschung zu bezweifeln sein. Somit hast Du auch einen Anspruch auf Rückerstattung bereits gezahlter Geldbeträge gemäß § 812 Abs. 1 BGB. Ausschlaggebend für den Erfolg ist es, die richtigen rechtlichen Argumente zu nennen. Hierbei muss jeder Einzelfall gesondert geprüft werden.

Lass Dich nicht länger abzocken, einer der Partneranwälte aus unserem Netzwerk hilft Dir aus diesem Vertrag schnellstmöglich auch zu kommen.

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